Kreis Kusel Dunkel, rockig, aber auch fast zerbrechlich

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Er war ein bisschen nervös, als er sein aktuelles Album „The Field The Forest“ auf den Markt brachte. Handelt es sich doch um zwei recht kurze EPs in einer gemeinsamen Hülle. Weil das mit seiner langjährigen Band eingespielte Werk aber gut ankam, ist Joseph Parsons inzwischen beruhigter. Und freut sich wie Bolle, am Freitagabend im Saalong in Kübelberg zum vierten Mal seit 2011 auftreten zu dürfen.

Nein, ausschließlich die Titel von „The Field The Forest“ werde er nicht spielen, sagt Joseph Parsons, ein Lockenkopf mit markiger Stimme, in der zweiten Hälfte der 40er, geboren in Philadelphia in den USA und seit fast zehn Jahren in Europa ansässig. Nur dieses Material wäre dann doch zu kurz für zwei Sets von je einer Stunde, oder auch etwas mehr. Doch „The Field The Forest“ ist repräsentativ – für die Musik, die aus dem Singer/Songwriter in einem, wie er sagt, „kontinuierlichen Prozess“ strömt, und ebenso für die Themen, die ihn an- und umtreiben: Beziehungsfragen, Erlösung, Sterblichkeit, Krieg, Liebe. Helle, leichte, fast zerbrechliche Klänge, oft akustisch instrumentiert, kennzeichnen seinen Sound und genauso dunklere Töne, energisch-wütend, rockig und voll elektrifiziert. Viele Stücke aus dem großen Emo-Rock-Soul-Folk-Schmelztiegel Parsons passen live perfekt zu den beiden Polen von „The Field The Forest“. Für zwei Stunden Konzert reicht es allemal. „Ich habe auf meinen Alben in den letzten Jahren oft Probleme gehabt, die Titel in eine passende Reihenfolge zu bringen“, sagt der international tourende Sänger und Gitarrist. „Deshalb habe ich sie jetzt gesplittet: The Field ist hell, The Forest dunkel. Je nach Stimmung kann man sich jede CD einzeln oder beide nacheinander anhören.“ Durchaus wichtig dabei: „Das Album zu erfahren, weil man tatsächlich körperlich die Seiten wechseln muss. Wie beim Vinyl.“ Das Konzert am Freitagabend (20 Uhr, Einlass 19 Uhr) im Saalong vom Gasthaus Schleppi in Kübelberg schließt einen Kreis. Mit Band debütierte Parsons 2011 in der Saarpfalz, dann kam er solo und zweimal im Duo, stets umjubelt von den Fans, auch wenn der Verkauf nicht immer glänzend lief. Übermorgen stehen wieder jene Musiker, die Parsons drei Tage vorm Konzert am Telefon Seelenverwandte nennt, neben ihm auf der Bühne: Schlagzeuger und Produzent Sven Hansen (Deutschland), Bassist und Sänger Freddi Lubitz (Deutschland) und Gitarrist und Sänger Ross Bellenoit (USA). Der der das möglich macht, heißt Manuel Bücker. Der Brücker, der in Landstuhl eine Konzertagentur betreibt, gehöre zum Netzwerk, zum Rad, das sich drehe, sagt Parsons, denn: „Es ist heute fast schwieriger, einen Konzertveranstalter zu finden als eine Plattenfirma.“ So sehr er Bücker lobt, so schwer tut sich Parsons in der Werbung in eigener Sache: „Ich bin ein ganz schlechter Vermarkter meiner selbst“, sagt er lachend. „Ich bin ein Komponist, der dem Weg folgt, dem er aus dem Innern heraus folgen muss.“ rheinpfalz-aktion Die ersten beiden Anrufer im RHEINPFALZ-Sekretariat haben heute Morgen die Chance, eine aktuelle Parsons-CD zu erhalten. Das Sekretariat ist ab 9 Uhr unter der Telefonnummer 06381 921220 zu erreichen. | kgi

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