Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Diese Straßen im Kreis werden 2021 saniert

Eine Großbaustelle wird im Sommer die Kreisstraße zwischen Föckelberg und Neunkirchen.
Eine Großbaustelle wird im Sommer die Kreisstraße zwischen Föckelberg und Neunkirchen.

Morsche Brücken, löchrige Straßen. Im Kreis wird sich diesbezüglich einiges tun. Richard Lutz, Leiter des Landesbetriebs Mobilität in Kaiserslautern, spricht von einem „recht großen Investitionsvolumen“. Eine der größten Baustellen wird ab Sommer im Nordkreis zu finden sein.

Rund 2,9 Millionen Euro wird die Sanierung der B 420 in der Ortsdurchfahrt von Offenbach-Hundheim kosten. „Das ist ein schon ein Riesenprojekt“, sagt Lutz. Im Sommer sollen in Offenbach-Hundheim die Bagger rollen, rund zwei Jahre sind für die Arbeiten veranschlagt. Neben den Arbeiten an der Straße müsse man sich mit der Gemeinde abstimmen, wie künftig die Gehwege aussehen sollen. Gleiches gilt für die Absprachen mit Versorgungsträgern: Werden Leitungen erneuert, vielleicht komplett neu verlegt? Wir der Kanal saniert?

Dass bei solchen Maßnahmen viele verschiedene Stellen beteiligt sind, mache das Vorhaben komplizierter – gerade in Zeiten wie diesen. „Momentan gestalten sich coronabedingt die Abstimmungsgespräche für die einzelnen Projekte schwierig. Man kann das zwar über Videokonferenzen machen. Das ist aber kein Vergleich zu einem Gespräch, bei dem alle Beteiligten an einem Tisch sitzen“, sagt LBM-Leiter Lutz.

„Das größte Projekt für den Landkreis wird aber wohl die Generalsanierung der K 34 zwischen Föckelberg und Neunkirchen am Potzberg sein“, erklärt Lutz. Die Maßnahme, die ebenfalls im Sommer beginnen soll, umfasst auch ein Teilstück der Ortsdurchfahrt von Neunkirchen – dort soll die Fahrbahndecke erneuert werden. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich dem LBM zufolge auf rund 1,4 Millionen Euro.

Feste Ampel in Medard

Die Liste der Straßenbauprojekte im Kreis in diesem Jahr ist lang: An der B 270 soll der Gehweg zwischen Rutsweiler und Lammelsbacher Hof erneuert werden und ein Lückenschluss des Radweges zwischen Langweiler und Sien erfolgen. An der B 423 sollen Wirtschaftswege zwischen Henschtal, Steinbach und Brücken zum Radweg ausgebaut werden.

In Medard die provisorische Fußgängerampel an der B 420 zur Dauerlösung. Unklar sei noch,

welche Ampelvariante installiert wird. Denkbar sei eine „schlafende“ Anlage, die kein Licht anzeigt, bis ein Fußgänger einen Schalter betätigt, oder eine Ampel, die dauerhaft in Betrieb ist.

Im Frühjahr soll die Brücke über den Hahnengraben in Ginsweiler saniert werden. Deshalb muss in dem Bereich 14 Tage lang die Landesstraße gesperrt werden. Für rund 60.000 Euro wird „ein Stahlbetonrohr in die Brücke eingezogen, um sie sicherer zu machen, bis sie irgendwann generalsaniert werden kann“, sagt Lutz. Der Auftrag sei bereits erteilt, der Baubeginn sei jedoch noch nicht terminiert.

Fahrbahnsanierungen stehen zudem an in der Ortsdurchfahrt von Rammelsbach in Richtung Haschbach (K 21) sowie an der K 14, von der Abzweigung der B 420 nach Herschweiler. Außerdem geht in Gumbsweiler, einem Ortsteil von St. Julian, die Sanierung der K 26 in den zweiten Bauabschnitt und in Brücken (K 7) soll ein Böschungsrutsch beseitigt werden.

Vor dem Abschluss

Auf der Zielgeraden befinde sich die Rinnen- und Deckenerneuerung in Steinbach – ebenso wie die 1,1 Millionen Euro teure Sanierung der Ortsdurchfahrt von Konken (K 15). „Mit einer Fertigstellung ist hier wohl im April zu rechnen“, sagt Lutz. Zum Jahresende soll in Konken für rund 750.000 Euro die L 350 in Richtung Herschweiler-Pettersheim saniert werden.

Abgeschlossen werden soll in diesem Sommer die 760.000 Euro teure Sanierung der Kreisstraße zwischen Buborn und Hausweiler (inklusive der Brücke über den Rötelbach). „Und auch die Erneuerung der K 23 in der Ortsdurchfahrt von Dennweiler-Frohnbach läuft gut“, berichtet Lutz. Das 1,3 Millionen Euro teure Projekt wird voraussichtlich im Herbst abgeschlossen sein.

Wann die Sanierung der K 4 in der Ortsdurchfahrt von Dunzweiler abgeschlossen sein wird, kann Lutz noch nicht sagen. Das hänge davon ab, wie schnell die VG-Werke mit der Verlegung der Leitungen vorankommen. Dazu erklärt Johannes Linsmaier, technischer Leiter der VG-Werke Oberes Glantal, dass man die Fertigstellung zum Ende des Jahrs plane. „Der erste Bauabschnitt ist weit fortgeschritten. Sobald es die Witterung zulässt, soll die Fahrbahndecke Richtung Waldziegelhütte aufgebracht werden, dann geht’s in den zweiten Bauabschnitt“, schildert Linsmaier.

Abhängig von der Fertigstellung dieser Maßnahme ist der Baubeginn an der K 4 in der Ortsdurchfahrt von Schönenberg-Kübelberg. „Dort soll auch der Knotenpunkt der K 4 und der B 423 gemacht werden“, erklärt Lutz. „Wenn wir im Herbst nicht mit der Ortsdurchfahrt beginnen können, weil Dunzweiler noch nicht fertig ist, wäre es auch denkbar, beide Maßnahmen zusammen anzugehen.“

Möglicherweise wird es noch bis Anfang 2021 dauern, bis die Glanbrücke in Rehweiler (L 359) saniert werden kann. Die Finanzierung – Kosten: rund 1,2 Millionen Euro – stehe zwar bereits. „Aber da sind noch ein paar Grundsatzfragen zu klären“, berichtet Lutz. Das erste Konzept sei von der Deutschen Bahn aus Sicherheitsgründen abgelehnt worden. Gerade arbeite man an weiteren Konzepten. Einen Baubeginn in diesem Jahr hält Lutz deshalb für „eher unwahrscheinlich“.

Eine weitere Buckelpiste, die saniert wird: die Ortsdurchfahrt Offenbach-Hundheim.
Eine weitere Buckelpiste, die saniert wird: die Ortsdurchfahrt Offenbach-Hundheim.
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