Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Die „Rowos“ oder der SVN: Die Spannung im Bezirksliga-Aufstiegsrennen steigt

Unter anderem Jonas Fehrentz wird dem SV Nanz-Dietschweiler im Heimspiel gegen die abstiegsbedrohten Contwiger fehlen.
Unter anderem Jonas Fehrentz wird dem SV Nanz-Dietschweiler im Heimspiel gegen die abstiegsbedrohten Contwiger fehlen.

Alles drin in der Bezirksliga – der SV Nanz-Dietschweiler darf keine Punkte mehr liegen lassen und muss darauf hoffen, dass der ärgste Konkurrent um Platz zwei noch patzt.

Einen wichtigen 3:1-Erfolg fuhr die SVN-Truppe unter der Leitung von Spielertrainer Fabian Lauder vergangene Woche bei den VB Zweibrücken ein. Der auf Rang drei lauernde Kuseler Bezirksligist rückte am letzten Spieltag auf einen Punkt an die TSG Wolfstein-Roßbach heran. Denn der Kuseler Rivale holte gegen Battweiler nur ein Unentschieden.

„Wir konnten den Druck auf Wolfstein-Roßbach ein bisschen erhöhen“, hält Spielertrainer Lauder fest. Seine Mannschaft zeigte in Zweibrücken eigentlich eine gute Leistung. Doch leicht tat sich der Favorit gegen den quasi schon sicheren Absteiger nicht. Denn das regnerische Wetter sorgte für erschwerte Platzbedingungen. Zur Pause führte seine Truppe verdient mit 2:0. Aber kurz nach Wiederanpfiff gelang den VB-Kickern der Anschlusstreffer. Doch Yannick Mahl erlöste in der letzten Spielminute die Nanzdietschweilerer, indem er den Deckel zum 3:1 draufmachte.

Lauder: Hartes Stück Arbeit gegen Contwig

Der Spielertrainer ist optimistisch, bleibt aber auch Realist. „Die haben es immer noch in der eigenen Hand“, erklärt er im Hinblick auf die Situation um Rang zwei. Wenn die „Rowos“ jedes Spiel gewinnen, bleibt seiner Mannschaft keine Möglichkeit. Doch auf dem Restprogramm der „Rowos“ stehen noch deutlich namhaftere Gegner.

Im Gegensatz dazu spielen die Nanzdietschweilerer nächste Woche wieder gegen ein Kellerkind. Contwig ist ebenfalls wie vergangene Woche Zweibrücken so gut wie abgestiegen. Lauder mahnt dennoch vor dem Gegner. „Es wird ein hartes Stück Arbeit“, erklärt er und betont dabei die starke körperliche Präsenz der Contwiger. Fehlen werden Jonas Fehrentz, Daniel Stemmler, Ronnie Straßer, Benjamin Brill, Joshua Purket und Niklas Wenz.

TuS Schönenberg endlich offiziell über dem Strich

Endlich offiziell über dem Strich: Der TuS Schönenberg genoss vergangenen Spieltag ein spielfreies Wochenende. Die Konkurrenten waren zwar nicht unfleißig und holten im Abstiegskampf gegen Spitzenmannschaften wichtige Punkteteilungen. Dennoch bleiben die Schönenberger, die bis letzte Woche stets eine Partie voraus waren, nun vorerst über dem Strich.

Ein Punkt vor Fehrbach und zwei Zähler Abstand auf Battweiler steht der TuS derzeit. Der Dreikampf um einen Nichtabstiegsplatz bleibt spannend. Beide Konkurrenten knüpften vergangene Woche jeweils dem Primus Kirchheimbolanden und den „Rowos“ einen Punkt ab. Aber das letzte Spiel der Schönenberger war ebenfalls mehr als zufriedenstellend. Im Bezirksliga-Derby bezwang der TuS die „Bepas“ mit 4:1. „Es war ein verdienter Sieg, auch in der Höhe“, blickt Spielleiter Timmy Weis zurück. Diesmal nutzten die Schönenberger effektiver ihre Chancen und bezwangen ihr großes Manko. „Von den ersten drei Chancen haben wir zwei genutzt“, erklärt Weis dazu. Letztlich konnte die Truppe seines Vaters den Sieg mehr als gebrauchen. Am Sonntag gilt es, sich in Trippstadt zu behaupten. Die Offensivstärke des Gegners ist dem TuS bekannt.

„Bepas“-Spiel wegen Pokalfinale extra vorverlegt

Ein torreiches Spiel hat die „Bepas“-Mannschaft unter der Leitung von Thomas Löber hinter sich. Mit 7:3 fertigte sie die Rockenhausen-Dörnbacher auswärts ab. Und jetzt stehen zwei Spiele innerhalb von drei Tagen an. „Wir haben uns auf dem riesig großen Platz sehr wohl gefühlt“, analysiert der Trainer bezüglich des Torspektakels vergangenen Sonntag. Beide Mannschaften spielten mit offenem Visier. Und der Treffer zum 4:2, kombiniert mit einer Roten Karte für die SG, brach der Heimmannschaft das Genick.

Am Sonntag empfängt der TuS die Oberarnbacher. Und zwei Tage drauf geht es zum Tabellennachbarn nach Waldfischbach-Burgalben. Beide Mannschaften einigten sich im Vorfeld darauf, dass Spiel nicht wie geplant am 26. Mai stattfinden zu lassen, sondern haben einer Vorverlegung zugestimmt. Grund für die Verlegung ist das DFB-Pokal-Finale des 1. FC Kaiserslautern am Vortag in Berlin.

„Rowos“-Coach Schell: Fokus liegt auf Fehrbach

Wenn man zur Halbzeit 3:0 führt, darf man eigentlich keine Punkte mehr hergeben. Das sieht auch Johannes Schell, Spielertrainer der TSG Wolfstein-Roßbach, so. Passiert ist aber genau das seiner Mannschaft im Bezirksliga-Heimspiel gegen den SV Battweiler am vergangenen Sonntag. „Wir spielen unsere Tore super raus, alles läuft so weit gut. Aber dann machen wir Fehler, die eigentlich unerklärlich sind. Und so kam es dann, wie es halt kam“, blickt der 27-Jährige zurück. Dabei hatte die TSG sogar noch ein Stück weit Glück, konnte der Gast zwei dicke Chancen nicht verwerten, ehe er zum ersten Treffer kam. „Aber wir hatten kurz vor dem Ende auch noch zwei gute Chancen, hätten doch noch gewinnen können“, so Schell weiter.

Hadern bringt nun aber nichts. Noch werden die „Rowos“ auf Rang zwei in der Liga geführt, der Vorsprung auf den SV Nanz-Dietschweiler beträgt aber nur noch ein mageres Pünktchen. Und auch Johannes Schell weiß, dass nach dem Spiel am Wochenende gegen den FC Fehrbach mit Spitzenreiter SV Kirchheimbolanden und den derzeit stark aufspielenden FCK-Portugiesen „zwei richtige Brocken auf uns warten. Aber diese Spiele wie auch die Tabelle interessieren uns jetzt erstmal nicht. Der ganze Fokus liegt auf dem Spiel gegen Fehrbach, das Spiel wird schwer genug.“ Auch deswegen, weil der FCF als Zwölfter in der Tabelle derzeit den letzten, möglichen Abstiegsplatz belegt und selbst noch auf Punkte angewiesen ist.

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