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Der Käpt’n: Sandro Günsche – Das Urgestein beim SV Brücken
Sandro Günsche hat schon früh mit dem Kicken angefangen. Bereits mit vier Jahren kam er bei den Bambini vom SV Brücken mit dem Fußball in Berührung. Die gesamte Jugend über blieb er leidenschaftlich dabei, zwischenzeitlich spielte er auch in Schönenberg und in Miesau. Mit 17 war er beim SV Brücken schon bei den Aktiven mit von der Partie. In dieser Zeit spielte die erste Mannschaft noch in der Bezirksliga. Dort kam er auf wenige Einsätze, sportlich zeigte Günsche seine Präsenz eher als Kapitän bei der zweiten Mannschaft. 2011/2012 stieg „die Erste“ allerdings ab. Der heute 32-Jährige berichtet dennoch positiv von dieser Zeit. „Das Zwischenmenschliche hat immer gestimmt.“ Ob erste oder zweite Mannschaft spielte keine Rolle, es wurde stets zusammen trainiert, und man bildete eine Einheit. Die „Erika“, die Günsche als die „gute Seele des Vereins“ bezeichnet, war dabei Dreh- und Angelpunkt. Dieser Wirtschaftsbetrieb ist auch heute noch der Ort, an dem sich die Spieler treffen, um Zeit miteinander zu verbringen.
Der Teamgeist stimmt
Der Gemeinschaftsgedanke ging bis heute nicht verloren. Man verbringt auch abseits des Platzes viel Zeit miteinander. Beispielsweise geht der gesamte Verein zusammen auf Wanderungen. Alljährlich findet auch eine Mannschaftsfahrt statt. Dieses Jahr ging es nach München. Günsche spielte dabei die Rolle des Organisators. „Wir halten zusammen“, betont der Kapitän. Das zeigt sich auch auf dem Platz. Dort, so Günsche, „hat unser Zusammenhalt uns auch schon den ein oder anderen Punkt gesichert“. Zum Trainer David Groß pflegt Günsche auch ein gutes Verhältnis. Dieser ist schließlich auch ein „Brückener Bub“. Ohne Frage, der Teamgeist stimmt in der Mannschaft.
Präsenz auf dem Platz
Günsches Stärken liegen im Zweikampf. Vor allem weiß er seinen robusten Körper gut einzusetzen. Somit geht der Kapitän an jeden Ball und zieht nicht zurück. Daraus resultierte 2018 auch seine bislang einzige Verletzung. Nach einem Pressball brach er sich die Mittelhand und fiel für acht Wochen aus.
Die Zweikampfstärke spielt Günsche auf der Position des defensiven Sechsers aus. Diese Rolle ist sehr laufintensiv. „Man muss viel ackern“, sagt der Kapitän lachend. Tore schießen kann er aber auch, vor allem mit dem Kopf. In der Hinrunde kam Günsche bereits auf fünf Tore. Vor allem aber spielt ihm die Erfahrung in die Karten. Seit 2013 ist Günsche Stammspieler in der ersten Mannschaft. Wie man sich auf dem Platz benehmen sollte, weiß er auch und gibt das auch an seine Teamkollegen weiter. „Wenn jemand mal auf dem Platz unnötig den Mund aufmacht, gibt es eine interne Strafe“, erklärt das Brückener Urgestein.
Ruhig, aber motiviert
Günsche ist kein klassischer Kapitän. Leute herumkommandieren ist nicht seine Art. „Ich bin nicht so das typische Sprachrohr, große Motivationsreden liegen mir nicht“, sagt er über sich selbst. „Ich will viel lieber für gute Laune sorgen“, führt er weiter aus. Zudem ist er stets ein Ansprechpartner für seine Mitspieler. Intern trägt er zudem den Titel des „Trainingsweltmeisters“. Das bedeutet, dass er im vergangenen Jahr die meisten Trainingseinheiten bestritten hat. Er geht also als Vorbild voran, ohne sich dabei aber von den anderen abzuheben. „Die Jungs machen es mir sehr einfach“, sagt er über seine Kameraden. „Man geht super gern ins Training, weil man dann die sieht, die man gern hat.“
Bilanz der Hinrunde
In der B-Klasse Kusel-Kaiserslautern steht der SV Brücken nach der Hinrunde mit 37 Punkten auf Platz vier. Der starke SSC Landstuhl hat sich mit 45 Punkten bereits recht deutlich abgesetzt. SV Miesau und FV Ramstein II, Zweiter und Dritter in der Tabelle, haben beide aber nur einen beziehungsweise zwei Punkte mehr als Brücken. „Ziel ist, diesen Dreikampf zu gewinnen“, sagt Günsche.
Wie geht es weiter?
Der Kapitän findet enorm viel Spaß am Fußball und ist mit viel Leidenschaft dabei. „Mindestens bis ich 35 bin, will ich noch kicken“, sagt er über seine Zukunft. Wenn es dann immer noch so viel Spaß macht, hängt er aber noch ein paar Jahre dran. In der Arbeitswelt ist Günsche als Softwareingenieur in einem SAP-Beratungshaus aktiv. Obwohl ihm die Ausübung dieses Berufes viel Freude bereitet, bekommt ihm der Fußball als Ausgleich sehr gut. Nach der aktiven Zeit als Fußballer kann er sich auch vorstellen, einen Posten im Verein zu übernehmen. Der SV Brücken hat also einen großen Platz in Günsches Herzen für sich beansprucht. Das wird sich so schnell auch nicht mehr ändern.
Die Serie: Der Käpt’n
Sie gelten häufig als verlängerter Arm des Trainers auf dem Platz, übernehmen Verantwortung, setzen sich besonders für ihre Mannschaft ein, auch, wenn es brenzlig wird: die Kapitäne. In der Serie stellen wir die Männer und Frauen mit der Binde am Arm – auch abseits des Rasens – vor.