Tennis
Bunker Boys Brücken steigen auf
Markus Defland führt die Truppe als „Captain“ auf die Plätze. Für ihn kam der Aufstieg doch etwas überraschend: „Wir sind in der A-Klasse, was für uns eigentlich eine nicht so schlechte Liga ist. Uns ging es erstmal darum, die Klasse zu halten“, berichtet er. Doch jetzt, nach vier Partien, steht die Vierer-Truppe um Defland, Roland Sander, Rolf Bernd, Martin Geyer, Carsten Urschel, Peter Wagner und Urban Brauer mit 7:1 Punkten uneinholbar ganz oben. „Das nehmen wir natürlich mit“, sagt Defland.
Dabei sollte sich gleich die erste Partie gegen den TC Erlenbach als richtungsweisend zeigen. Ein 3:3 erreichten die Bunker Boys dabei, weil sie in den Einzeln schon zwei Punkte holten, die Doppel taktisch geschickt aufstellten, berichtet der Mannschaftsführer. Statt um den Sieg zu pokern, setzten sie auf ein stark besetztes zweites Doppel, das letztlich auch den Punkt holte. Unentschieden und Ziel erreicht.
Unentschieden ist Gold wert
„Denn in den nächsten Spielen stellte sich heraus, dass Erlenbach der Hauptkonkurrent werden würde.“ Die Brücker sind schon jetzt nicht mehr einzuholen, dank eines bessern Satzverhältnisses. Und so marschierte Deflands Team in der A-Klasse von Erfolg zu Erfolg: 6:0 gegen Annweiler, 6:0 gegen Blau-Weiß Zweibrücken. Dann wussten alle: „Wenn wir gegen Trippstadt alles gewinnen, keinen Satz abgeben, dann sind wir Meister.“ Gedankenspiele im Vorfeld, Nervenprobe in den Matches – alles passte und der ASC Brücken gewann tatsächlich erneut 6:0, ohne einen einzigen Satz abzugeben. „Natürlich fängt man bei so einer Situation schon an, im Vorfeld zu überlegen. Aber ich habe den Jungs gesagt, wir machen alles genauso wie immer, haben uns auch zum selben Zeitpunkt getroffen“, berichtet Defland. Denn schließlich seien sie eigentlich auch in der A-Klasse gut aufgehoben, „wenn man es realistisch sieht“, der Aufstieg ist ein schöner Bonus.
Viel Zulauf beim ASC
Das Geheimnis des Erfolgs sieht Defland in der mannschaftlichen Geschlossenheit: „Wir sind von der Leistung relativ kompakt aufgestellt, von Position eins bis fünf sind wir schon relativ eng zusammen. Das kommt uns zu Gute, da wir auch hinten die Punkte machen. Ich sage immer, dort gewinnt man die Spiele.“ Die Herren 50 bilden seit Jahren in ähnlicher Besetzung ein Team, gehen den Weg zusammen, wollen die Herausforderung in der höchsten Spielklasse für Vierer-Mannschaften annehmen, auch „wenn einige von uns nicht mehr die Jüngsten sind“. Denn es ist schließlich der „Spaß an der Freude“, der sie alle auf den Court treibt, ins Training und zu den Spielen. „Und in Brücken haben wir bislang wirklich einen guten Zulauf in den vergangenen Jahren. Unsere 30er Mannschaft steht sehr gut da, wir haben eine breite Basis mit den 40ern hinten dran, eine 60er Mannschaft, die Damen in der Pfalzliga und einige Jugendteams“, verrät Defland.