Rutsweiler / Lauter Brutplatz statt Strommast: Nabu lockt Störche in Rutsweiler an die Lauter

Nestbau mit schwerem Gerät: Der Nabu will im unteren Lautertal wieder Störche ansiedeln.
Nestbau mit schwerem Gerät: Der Nabu will im unteren Lautertal wieder Störche ansiedeln.

Schon bald kehren die Störche zurück – und sorgen womöglich für Schlagzeilen, wenn Nester abgebaut werden müssen. In Rutsweiler/Lauter gibt’s ein bereits gemachtes Nest.

Während sich ein Großteil der Bevölkerung an der Rückkehr der Störche in die Dörfer im Landkreis erfreut, beginnt für die Energieversorger eine heikle Zeit – denn die großen Vögel bauen ihre Nester nun gerne einmal auf Strommasten. Das sorgt Jahr für Jahr für Konflikte.

Damit das im Lautertal zumindest einem Storchenpaar nicht passiert – und um dort überhaupt ein Pärchen an die Lauter zu locken –, sind Naturschützer aktiv geworden. Martin Pfeiffer von der Nabu-Ortsgruppe Kusel-Altenglan berichtet: „Gemeinsam mit einem vor Ort ansässigen Naturfreund haben aktive Mitglieder unserer Nabu-Ortsgruppe am südlichen Ortsrand von Rutsweiler an der Lauter eine Brutplattform für Weißstörche errichtet.“

Um die gut acht Meter hohe Plattform aufzustellen, war neben Muskelkraft auch ein Teleskoplader im Einsatz. Wie Pfeiffer erläutert, soll damit die Wiederansiedlung von Störchen im Lautertal unterstützt werden. In den vergangenen Jahren seien die Weißstörche in der Tendenz immer früher, oft schon Mitte Februar oder Anfang März, aus ihrem Winterquartier zurückgekommen. Die Hochbauer des Nabu hoffen nun, „dass die Rückkehrer die große Plattform bald entdecken und für ihr Brutgeschäft nutzen werden“.

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