Kreis Kusel „Blues-Rock trifft es am besten“
Der Kreis Kusel hat eine neue Band. Die „Girls of Doom Lagoon“ hatten am vergangenen Freitag ihren ersten Live-Auftritt in der Musik-Kneipe Schalander in Kusel. Im Anschluss rockten die „Surfing Horses“ aus Kaiserslautern den Bierkeller unterhalb der Gaststätte.
Welche Begeisterung die junge Band aus dem Raum Lauterecken hervorrief, war an den Reaktionen der zahlreich erschienenen Musikfans zu erkennen, die auf ganz engem Raum direkt vor den drei Musikern standen. Dadurch entstand eine ganz besondere, intime Atmosphäre im rustikal gestalteten Gewölbekeller. „Echt beeindruckender Auftritt von den Jungs. Man merkt, dass die Drei ziemlich ’was drauf haben“, meinte beispielsweise Jakob Werner aus Offenbach-Hundheim im Anschluss an das Konzert. Er würde auf jeden Fall wiederkommen. Gegründet wurde die Band vor ziemlich genau einem halben Jahr, als die beiden Gitarristen David Agrebi und Christoph Schneider, die bereits seit Kindertagen miteinander befreundet sind, zusammen improvisatorisch musizierten. „Am Lauterecker Heimatfest kam dann David auf mich zu und meinte, dass er einen Schlagzeuger gefunden habe“, erinnert sich Schneider zurück, der sich seiner Liebe zur Musik auch beruflich verschrieben hat und deshalb eine Ausbildung zum Gitarrenbauer im hessischen Idstein absolviert. Schon am nächsten Tag habe man sich einen kleinen Proberaum eingerichtet und schnell sei klar geworden, dass man in Konstantin Kehrein-Seckler die Idealbesetzung als Schlagzeuger gefunden habe. Kehrein-Seckler ist mit 26 Jahren der Älteste des Trios. Der Lohnweilerer kommt ursprünglich aus dem Bereich des Metals und verleiht der Musik der Band mit seiner musikalischen Erfahrung ein hohes Maß an Vielfalt. Doch vor allem der 19-jährige David Agrebi nimmt mit seinem leidenschaftlichen Gitarrenspiel großen Einfluss auf den Klang der Band. Der Medarder, der momentan sein Abitur am Veldenz Gymnasium in Lauterecken absolviert, servierte in Stücken wie „Mad-Funky“ oder „G-Song“ mehrere Soli auf seiner Gitarre; sein Spiel ließ die Zuhörer melancholisch an die Bands der 60er Jahre zurückdenken. Christoph Schneiders Gesang und sein Spiel auf der Rhythmus-Gitarre runden den einprägsamen Stil der Band ab, der teilweise stark an Rock-Ikonen wie Nirvana oder Jimi Hendrix erinnert. Bei der Wahl des Bandnamens habe man sich von einem australischen Arthouse-Künstler inspirieren lassen. „Christoph kam einmal zur Probe und hatte einen Sticker mit diesem Schriftzug drauf. Irgendwie fanden wir ihn cool und haben unsere Band dann auf diesen Namen getauft“, erläuterte Kehrein-Seckler. Aufgrund der sehr heterogenen, musikalischen Herkunft des Trios ist es schwer, die Band einem einzigen Musik-Genre zuzuordnen. „Blues-Rock trifft es wohl am besten“, meinen die drei Vollblutmusiker, die bereits neun eigene Lieder und einen Cover-Song im Live-Programm haben. Bei den Zielen für die Zukunft ist man sich untereinander jedoch einig: „Wir wollen auf jeden Fall so viele Live-Gigs wie möglich spielen, später dann noch unser erstes Album oder vielleicht eine EP aufnehmen. Mit Andi haben wir auf jeden Fall einen sehr guten Tonmann, der uns bei der Realisierung dieses Projekts helfen könnte“, erklärte Agrebi im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Gemeint ist Andreas Becker, musikalischer Kopf des Schalanders, der darüber hinaus auch den Kontakt zur zweiten Band des Abends, den Surfing Horses, herstellte. Die vierköpfige Band aus Kaiserslautern spielte am Freitag bereits ihr zweites Konzert in Kusel und genießt in der Region einen hohen Bekanntheitsgrad. „Das Schalander ist eine echt tolle Location und die Leute in Kusel haben einen guten Musikgeschmack. Umso besser, dass es dort mit den Girls of Doom Lagoon eine neue, geile Band gibt. Die Jungs haben einen einzigartigen Groove“, sagte Fabian Best, Frontmann der „Horses“.