Kreis Kusel Blechschäden und Wildunfälle
Bei der Verkehrsunfallstatistik gibt es zwei Ausreißer: leichte Blechschäden (885) und Wildunfälle (552). Erstes hängt nach Meinung von Stephan Christian mit den großen Parkplätzen der Lebensmittelmärkte zusammen: „Das sind die Parkrempler.“ Die Wildunfälle führt Peter Natter auf den steigenden Wildbestand zurück. Positiv: Im Straßenverkehr verlor 2021 kein Mensch sein Leben, und die Anzahl der Schwerverletzten ist von 15 auf 14 zurückgegangen.
Nach einer Entspannung in den vergangenen Jahren ist die Anzahl der Unfälle wegen überhöhter Geschwindigkeit wieder von 65 auf 73 angestiegen. 2018 waren es 100. Die Polizei kündigt verstärkt Einsätze mit der Laserpistole außerhalb geschlossener Ortschaften an. „Das hat einen hohen erzieherischen Effekt, weil wir die Verkehrsteilnehmer unmittelbar anhalten und auf ihr Fehlverhalten aufmerksam machen“, erklärt Natter.
Effektiv scheinen auch Kontrollen auf Alkoholkonsum zu sein: 2021 gab es nur noch drei Unfälle, bei denen die Fahrer unter Alkoholeinfluss standen. Im Jahr davor waren es noch zehn.
Vier Kinder waren in einen Verkehrsunfall verwickelt, eins wurde schwer verletzt. Die Zahlen sind seit 2017 zum Glück rückläufig. Damals rannte ein sechsjähriges Mädchen in Medard von der Hand seiner Mutter über die Straße und kam dabei ums Leben.
133 Verkehrsteilnehmer entfernten sich im vergangenen Jahr unerlaubt vom Unfallort. Die Aufklärungsquote bei diesem Delikt ist von 34 auf 43 Prozent gestiegen. Zweiradunfälle registrierte die Polizei 21, nach 28 im Jahr davor. Polizeichef Christian sagt dazu: „Auch da wirkt sich aus, dass wir spezielle Motorradfahrerkontrollen machen.“
