Cronenberg RHEINPFALZ Plus Artikel Bisher nur Absagen von Nachrückern für Ortsgemeinderat

Ein Grund für Diskussionen in Cronenberg: der Funkmast, der auf 5G aufgerüstet werden kann.
Ein Grund für Diskussionen in Cronenberg: der Funkmast, der auf 5G aufgerüstet werden kann.

In Cronenberg werden Ratsmitglieder und Ortsbürgermeister-Kandidaten gesucht. Nachdem Ende September Ortsbürgermeisterin Hannelore Eckel sowie fünf von sechs Cronenberger Ratsmitgliedern zurückgetreten sind, hat die Verwaltung bisher nur Absagen bekommen.

Es ist ein ungewöhnlicher Vorgang, der Ort ist ohne Führung. Der Beauftragte für die Geschicke der 150-Einwohnern-Gemeinde ist derzeit Andreas Müller, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Lauerecken-Wolfstein. Man sei derzeit dabei, nach und nach jene anzuschreiben, die bei der Kommunalwahl 2019 auf den Stimmzetteln gelandet sind, erklärt Silke Herrmann, bei der VG für Wahlen zuständig. 13 Cronenberger sind darunter, die jeweils nur einmal bei der Persönlichkeitswahl genannt wurden.

Ginge das nicht auch telefonisch? Nein, erklärt Herrmann, „sie müssen auch schriftlich absagen“. Bisher gab es nur Absagen. Sobald eine Absage eingehe, werde der nächste in der Reihe angefragt. Der Ortsgemeinderat muss neu gewählt werden, wenn weniger als die Hälfte der regulär sechs Mitglieder zusammenkommen.

Ratsbesetzung abwarten

Normalerweise sollte drei Monate nach Freiwerden des Ortsbürgermeister-Postens neu gewählt werden, erklärt Silke Herrmann. Man wolle jetzt aber erst mal abwarten, wie es mit der Besetzung des Ortsgemeinderates läuft. Erstens könnten so Ortsbürgermeister- und Gemeinderatswahl zusammen terminiert werden. Und das hat noch einen Vorteil: Kommt ein Rat zusammen, kann der einen Beigeordneten wählen, der wiederum die Wahlleitung für die Ortsbürgermeisterwahl übernimmt.

Findet sich bis Fristende kein Bewerber, fällt die Urwahl aus. Dann ist es am Gemeinderat, einen Ortsbürgermeister aus der Mitte der Ratsmitglieder zu wählen – wenn es dann wieder einen Rat gibt.

x