Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Bezirksligist TuS Schönenberg setzt im Abstiegskampf auf Zusammenhalt und Willen

Wieder ein Gegentor für den TuS Schönenberg in der Bezirksliga: Reichenbachs Spielertrainer Yannik Brehmer (rechts) springt höhe
Wieder ein Gegentor für den TuS Schönenberg in der Bezirksliga: Reichenbachs Spielertrainer Yannik Brehmer (rechts) springt höher als Schönenbergs Kapitän Maurice Wagner und erzielt per Kopf das 1:0.

Im vergangenen Jahr ist dem TuS Schönenberg der Nichtabstieg aus der Bezirksliga gerade so gelungen. Jetzt ist etwas mehr als die Hälfte der Saison vorbei. Und auch dieses Kapitel war in Sachen Punkteausbeute nicht sonderlich erfolgreich.

Nach der Winterpause beginnt der Abstiegskampf für den TuS Schönenberg. Und dieses Mal sind es mindestens zehn Punkte, die es aufzuholen gilt. Keine sonderlich rosigen Aussichten. Aber unabhängig vom Endresultat gibt es auch gute Neuigkeiten: Aufstiegstrainer Dennis Göddel wird im Sommer wieder zum TuS hinzustoßen.

Im Sommer startete der TuS Schönenberg noch unter Trainer Konrad Weis voller Tatendrang in die neue Runde. Der Abstieg konnte aufgrund der gewonnenen Relegation des SV Nanz-Dietschweiler noch verhindert werden. Da der Kuseler Kollege aus der Liga aufstieg, blieb noch im letzten Moment ein weiteres Plätzchen in der Bezirksliga Westpfalz frei. Feste Vorgabe war es, in dieser Saison den Klassenverbleib souveräner zu realisieren. Aber der TuS kam einfach nicht in Schwung.

Schwerer Start

Zunächst kam es in der ersten Runde des Südwestdeutschen Pokals gegen Ligakonkurrent VfB Reichenbach zu einem Debakel. Mit 1:7 wurde der TuS auf auswärtigem Geläuf vom Platz gefegt. Beim Saisonauftakt lief es dann besser: Die Schönenberger knüpften dem FC Fehrbach ein 1:1 ab. Jedoch handelte es sich bei diesem Punkt eben auch um den einzigen Zähler, den sich die Fehrbacher in der Saison überhaupt erspielen konnten. Bitter wurde es dann in den aufeinanderfolgenden Partien gegen die FCK-Portugiesen und den SV Gundersweiler. In beiden Partien unterlag der TuS mit 2:3. Gegen die Portugiesen fiel der entscheidende Gegentreffer in letzter Minute. Und Gundersweiler entschied das Spiel erst in der 85. Spielminute.

Insgesamt konnten die Schönenberger aus fünf Spielen in Serie keinen einzigen Punkt mitnehmen. Dann kam es mit einem 2:0-Erfolg über Kindsbach zu einem Lichtblick. Aber die Schönenberger konnten diese Siegeseuphorie nicht nutzen. Denn anschließend folgte erneut eine gehörige Niederlagenserie.

Trainer tritt zurück

Nach der 0:4-Niederlage gegen Reichenbach am 14. Spieltag trat Trainer Konrad Weis zurück. Diese Entscheidung lag gänzlich beim Trainer selbst. Und aufgrund des guten Verhältnisses innerhalb der Mannschaft kam der Abgang auch überraschend. Maksim Ackermann – Trainer der zweiten Mannschaft – sowie Timo Molter übernahmen interimsweise das Ruder. Das werden die beiden bis zum Sommer auch weiterhin tun. Und dann wird Dennis Göddel wieder übernehmen. Der gefeierte Aufstiegstrainer hatte sein Amt nach dem Aufstieg aus privaten Gründen niedergelegt. Umso froher fiebert die Mannschaft seiner Rückkehr entgegen.

Zusammenhalt und Wille

18 Spiele sind gespielt. Dabei konnten die Schönenberger überschaubare 13 Punkte einfahren. Und das rettende Ufer liegt in weiter Ferne. Zehn Punkte trennen den TuS vom Tabellenzwölften SV Katzweiler. Aber Zusammenhalt, Teamgeist, Gemeinschaft und Wille sind die Attribute, die den TuS Schönenberg schon immer ausgemacht haben – das hat unter anderem der letzte Abstiegskampf mehr als eindrucksvoll gezeigt. Unabhängig von jeglicher Punkteausbeute ist die Stimmung immer recht ausgelassen. „Wir sind alle Kumpels untereinander“, erklärt Trainer Maksim Ackermann. Weiter führt er aus: „Fast alle von uns kennen sich schon seit Kindesalter an.“ Ende November gab es noch mal ein Abschlusstreffen vor der Winterpause. Das traditionelle Kabinenfest wurde gefeiert, welches gemäß der Tradition hauptsächlich von den Sommer-Neuzugängen organisiert wurde.

Ackermann denkt nicht ans Aufgeben. „Ich schreibe uns nicht ab“, erklärt er. Denn die Jungs sind heiß. Und er betont: „Kein Fußballer will absteigen.“ Ende Januar beginnt die Vorbereitung – sechs Wochen vor dem Auftakt gegen die FCK-Portugiesen.

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