Fussball
Bezirksliga: „Bepas“ und SVN zurzeit auf Berg- und Talfahrt
„Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir nicht auch noch anfangen, schlecht zu spielen ...“: Es klingt nach einem Scherz, Wolfgang Lang muss bei diesen Worte auch selbst lachen. Doch es sei durchaus etwas dran: Trotz der arg dürftigen Ausbeute kann der Coach des SV Nanz-Dietschweiler weiterhin keinem seiner Akteure einen Vorwurf machen. „Die Mannschaft hat ja nicht schlecht gespielt – wir haben nur nicht effektiv gespielt.“
Ein kümmerlicher Punkt aus vier Partien – das ist mager und enttäuschend vor allem mit Blick darauf, dass der SVN zuvor mit vier Siegen vom Start weg an der Spitze stand. Seither herrscht Ebbe in der Punkte-Kasse. „Vorher haben wir nachgelegt, haben nach einer Führung das zweite Tor gemacht.“ Jetzt habe sein Team genau dies wiederholt versäumt; in Rockenhausen hätte der SVN den Sack einfach zumachen müssen.
Neuling lässt mit Auswärts-Streichen aufhorchen
Jüngst gegen Weilerbach haben die Blauen schlicht vergessen, überhaupt erst die Führung zu markieren. „Wir hatten zwei, drei ganz große Chancen in der ersten Viertelstunde. Da muss dann halt mal einer rein“, nennt Trainer Lang das momentane Manko. Es könnten wahrlich schon ein paar Zähler mehr sein.
Die Misere fing beim Kerwekick gegen Aufsteiger Olympia Ramstein an. Damals das Top-Spiel zweier makellos gestarteter Rivalen, hatte der SVN erstmals nicht getroffen. Seither ist offenbar der Wurm drin. Der sollte nun am Sonntag weggeekelt werden. Nur: „Wir dürfen einen Teufel tun und die unterschätzen“, sagt Lang vor der Fahrt nach Mackenbach. Die Gastgeber haben gerade erst mit einem Sieg gegen die so stark eingeschätzten „Nordlichter“ aus Kirchheimbolanden aufhorchen lassen. „Das werden nicht so viele schaffen, gegen die und auch noch in Finkenbach zu gewinnen“, verweist der Trainer auf die beiden Auswärts-Streiche des Neulings, der so mies gestartet war.
„Bepa“-Trainer lobt starke Defensivvorstellung
Den Weilerbachern war ein Standard genug, um beim SVN die Punkte zu entführen. Ecke – Kopfball – Tor; die Effizienz, die Lang vermisst, legen die Weilerbacher an den Tag. Klar, dass da die „Bepas“ gewarnt sind. Doch die fahren mit allerhand Selbstbewusstsein hin, bereit, die Gastgeber an deren Kerwe zu ärgern. In der vergangenen Saison „haben wir dort unser bestes Spiel gemacht“, blickt Trainer Thomas Löber kurz zurück. Zuvor allerdings hatte sein Team just gegen den FVW daheim gepatzt. Gegen den Kontrahenten aus dem Landkreis Kaiserslautern ist immer irgendeine Rechnung offen.
Löber braucht sich nicht zu sorgen, wenn seine Mannschaft nur die Leistung der vergangenen Spiele bestätigt. Beim Heimerfolg über die SG Rockenhausen/Dörnbach hat er seine Elf richtig stark gesehen. „Runde Sache“, lobt Löber vor allem die Abwehr. Felix Niebergall hatte mit einem parierten Elfmeter den Weg bereitet, seine Vorderleute dann den Laden komplett dicht gehalten. Eine solch starke Defensivleistung wäre auch in Weilerbach schon die halbe Mieter.
Bislang Verletzte melden sich zurück
Jan-Luca Horbach wackelt allerdings, in den Abwehrverbund könnte Christopher Steiger zurückkehren. Kevin Hebel ist wieder da, auch sitzt Luca Künstler erstmals auf der Bank. Wenn alle zurück- und in Fahrt kommen, „wird’s noch mal leichter“, sieht Löber nach dem Stolperstart zunehmend Lichtblicke. Vorn unter den Top Vier festbeißen ist jetzt die Devise.