WOLFSTEIN
Betreiber investieren in Campingpark am Königsberg
Wenn Antonia und Achim Jung auf Caravan- und Hausmessen gefragt werden, was die Region rund um den Wolfsteiner „Campingplatz am Königsberg“ zu bieten hat, preisen sie vor allem die Rad- und Wanderwege an. Natürlich erwähnen sie auch die verschiedenen Auszeichnungen, auf die sie sehr stolz sind: So ist der Platz zum Beispiel erstmals unter den Top 100 der auf camping.info am besten bewerteten Campingplätzen gelandet. Gute Bewertungen gibt es auch auf der niederländischen Plattform Zoover.
Auf den Wolfsteiner Campingplatz kommen traditionell viele Holländer, aber auch immer mehr Urlauber aus Skandinavien werden dort begrüßt. Der Grund: Das Ehepaar Jung ist bei einem Testprogramm dabei, durch das campingaffinen Google-Nutzern in den skandinavischen Ländern wie Schweden oder Norwegen der Campingplatz am Königsberg angezeigt und vorgestellt wird. Noch mehr Aufmerksamkeit im Internet soll ein Werbefilm bringen, der bald gedreht werden wird, berichten Antonia und Achim Jung im Gespräch mit der RHEINPFALZ.
Ruhige Lage und schöne Berglandschaft
Das Ehepaar hat im September 2021 den Campingplatz nach vierjähriger Suche kurzfristig vom ehemaligen Betreiber Reginald Burgers übernommen. Zuvor hatten sich die beiden bereits 40 Plätze von Dänemark bis Italien angesehen. In der Pfalz gefällt ihnen unter anderem die ruhige Lage – trotz nahegelegener Bundesstraße. Sie mögen die schöne Berglandschaft sowie die überschaubare Größe des Platzes. So könne ein persönlicherer Bezug zu den Gästen aufgebaut werden. Besonders gut kennen sie ihre acht Dauercamper, die ihren Wohnwagen ganzjährig in Wolfstein stehen lassen. Eng verbunden sind sie auch ihren rund 80 Stammgästen, die mindestens ein- bis zweimal im Jahr kommen.
Die neue Saison beginnt in diesem Jahr am 1. April. Übernommen hat das Ehepaar etwa das Kinderbad im Dschungelstil, die funktionierende, original-englische Telefonzelle und eine Hundedusche, die für Pluspunkte bei den Gästen sorge. Seit Frühjahr 2022 gibt es außerdem „Route-66-Unterkünfte“ sowie ein Regional-Eck im Laden am Eingang. Die Beine vertreten kann man sich an einem neu angelegten Wegstreifen direkt an der Lauter, der mit Vogelhäuschen und Skulpturen dekoriert wurde.
Preise nicht angehoben trotz Energiekrise
Aufgrund vieler Buchungen sei bereits absehbar, dass dieses Jahr mehr Gäste auf den Campingplatz kommen als 2022. Trotz der Energiekrise und allseits gestiegener Kosten haben sie die Preise für den Campingplatz nicht angehoben, sagt Achim Jung. Es werde sogar investiert: So wird zurzeit ein Teil der Platztechnik erneuert. Dafür wurden mit zwei Baggern Gräben gezogen, um Stromleitungen neu zu verlegen und zusätzliche Stromverteilerkästen zu installieren. Denn: Die Gäste wollten immer mehr elektronische Geräte auf dem Platz nutzen, erklärt Jung. Ebenso wurde eine Photovoltaikanlage aufgestellt – nach monatelangem Warten auf einzelne Bauteile.
Gerne würden Antonia und Achim Jung Hilfskräfte einstellen, um den unterschiedlichen und stetig steigenden Ansprüchen der Gäste gerecht zu werden. Die Suche nach Angestellten blieb bisher jedoch erfolglos. Deshalb betreiben sie den Campingplatz alleine – manchmal hilft Sohn Robin aus. Ein Familienbetrieb, der sich mit dem seit fast 50 Jahren bestehenden Campingplatz in der Nordpfalz ein Zuhause schafft.