Kusel Berufsbildende Schule bekommt Luftreinigungsgeräte

Ein Luftreiniger in einer Schulklasse.
Ein Luftreiniger in einer Schulklasse.

Der Landkreis hat 15 mobile Luftreinigungsgeräte für die Werkstätten der Berufsbildenden Schule angeschafft. Damit soll in den Klassenräumen die Corona-Infektionsgefahr gesenkt werden. Bei der Diskussion im Kreistag gab es unterschiedliche Ansichten dazu, wie sinnvoll das Stoßlüften als Alternative ist.

Die FWG-Fraktion im Kreistag hatte die Verwaltung bereits im November vergangenen Jahres aufgefordert zu prüfen, wie viele Luftreiniger die Schulen des Kreises benötigen. Damit sollte eine Alternative geschaffen werden, die Schülern und Lehrkräften das Lüften bei niedrigen Temperaturen erspart.

Seit Dezember fördert das Bildungsministerium die Anschaffung von Luftreinigungsgeräten für Klassensäle, die sich über die Fenster nicht ausreichend lüften lassen. In den weiterführenden Schulen, deren Träger der Landkreis ist, ist das nur in den Werkstätten der Berufsbildenden Schule der Fall. Damit dort die Luft, wie vom Umweltbundesamt vorgesehen, fünf bis sechs Mal pro Stunde komplett gereinigt wird und gleichzeitig die Geräuschbelastung, die durch die Geräte entsteht, so gering wie möglich bleibt, seien laut der Verwaltung 15 Geräte nötig.

Anschaffung vom Land gefördert

Man habe verschiedene Angebote für deren Anschaffung und technische Unterhaltung eingeholt. Das günstigste sei von einer Firma aus Nordrhein-Westfalen gekommen, von der der Kreis die Geräte zum Preis von rund 40.000 Euro bestellt hat. Da das Land Rheinland-Pfalz Luftreinigungsgeräte für Klassenräume mit maximal 42.000 Euro fördert, entstehen dem Landkreis keine Kosten für die Anschaffung. Allerdings werden Wartungskosten, zum Beispiel für Filterwechsel oder Reparaturen, nicht vom Land übernommen. Die Geräte wurden am 12. Januar geliefert und sind mittlerweile montiert und einsatzbereit, wenn die Schule nach dem Lockdown wieder öffnet.

In der Kreistagssitzung am Montag wurde der Antrag befürwortet. Reinhard Reiser (CDU) sprach sich für die Stoßlüftung von Klassenräumen aus, in denen das bautechnisch möglich ist. Laut einer Studie der Universität Gießen sei das Lüften nämlich überlegen. „Das sollten wir berücksichtigen, bevor wir unnötig Geld ausgeben“, sagte Reiser. Er sorge sich außerdem um die Lautstärke der Luftreiniger: „Bei 60 Dezibel ist kein Unterricht möglich.“

Andreas Hartenfels, Fraktionsvorsitzender der Grünen, sah das Stoßlüften nur als „zweitbeste Lösung“. Unabhängig von Corona müsse ein Konzept für ein mechanisches Lüftungssystem erarbeitet werden. „Das wäre eine Erleichterung für die Kinder und Jugendlichen und eine energetisch sinnvolle und praktische Lösung“, sagte Hartenfels.

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