Fußball
„Bepas“ entpuppen sich immer mehr als Favoritenschreck
Der TuS Bedesbach-Patersbach mischt das Aufstiegsrennen in der Landesliga West weiter fleißig durcheinander. Und das, obwohl sich der Aufsteiger als Siebter im Tabellenmittelfeld befindet. Nach einem Unentschieden gegen die Top-Teams SC Hauenstein und einem Sieg gegen die SG Meisenheim/Desloch/Lauschied folgte am Sonntag beim SV Hermersberg das nächste Duell gegen einen Aufstiegskandidaten und der nächste Punkt.
Gerade in Betracht des Spielverlaufs zeigte sich David Becker, der Spielertrainer der „Bepas“, äußerst glücklich: „Ich bin unfassbar zufrieden. Also nicht nur mit dem Ergebnis, sondern mit der Leistung, die wir da abgerufen haben. Das war schon sensationell. Ja, es war ein bisschen ein verrücktes Spiel.“
Rote Karte gegen „Bepas“ verändert das Spiel
Die ersten 45 Minuten ließen nicht vorausahnen, was nach dem Pausenpfiff noch folgen sollte. Trotz einer guten ersten Hälfte beider Teams ging es mit 0:0 in die Kabinen. „Ich glaube, in der ersten Halbzeit war es ein sehr gutes Landesliga-Spiel. Da ging es rauf und runter, mit Chancen auf beiden Seiten. Es waren auch viele Zweikämpfe dabei. Es wurde sehr intensiv Fußball gespielt. Dazu kam auch Stimmung von außen, aber es ging mit 0:0 in die Halbzeit,“ sagte Becker auch über die 200 Fußballfans.
In der zweiten Hälfte veränderte eine Rote Karte gegen die Gäste den Spielfluss. David Oskar Selesi wurde in der 57. Minute aufgrund eines Schubsers des Feldes verwiesen. „Nach der Pause waren wir zunächst eigentlich klar die bessere Mannschaft. In den ersten elf Minuten hatten wir auch schon Chancen, in Führung zu gehen, bekommen dann die Rote Karte. Ab da hat sich dann das Blatt logischerweisegewendet, weil wir nur noch zu zehnt waren, 35 Minuten in Unterzahl“, sagte Becker.
Glückliches Wechselhändchen von Trainer Becker
Kurz vor Ende der regulären Spielzeit musste Bedesbachs Schlussmann Janis Neu dann doch noch hinter sich greifen. Norman Weis erzielte die Führung für die Heimmannschaft (88.). „Das war schon ein unfassbarer Kraftakt, den wir da abgerufen haben. Wir haben wirklich sensationell gut verteidigt, hatten immer wieder auch sehr gute Kontersituationen, mit guten Abschlüssen. Mit ein bisschen Glück hätten wir vielleicht auch schon da 1:0 in Führung gehen können – und bekommen dann das 0:1 gegen uns“, berichtete der Spielertrainer.
Aber die „Bepas“ gaben nicht auf, und Trainer Becker bewies noch ein glückliches Händchen. Der in der 78. Minute eingewechselte Fenimore Engelbarts erzielte in der ersten Minute der Nachspielzeit den Ausgleich, nachdem ihm der Ball vor die Füße prallte. „Unfassbar, dass wir noch mal den Ausgleich geschafft haben. Das war absolut verdient. Und ich muss da wirklich den Hut vor jedem einzelnen Spieler ziehen. Was da geleistet wurde, war schon sensationell, nachdem man so ein Spiel abgeliefert hat. Irgendwie war das dann meines Erachtens auch total unverdient.“ Nach dem 0:1 habe man gemerkt, dass sein Team unbedingt noch was machen wollte. „Klar, es war natürlich ein bisschen glücklich, dass dann mit dem nächsten Torschuss das 1:1 gefallen ist“, sagte Becker. Aber so ein Spielglück müsse man sich eben auch verdienen. „Und das haben wir getan“, lobte Becker abschließend.