Horschbach RHEINPFALZ Plus Artikel Beim Neubaugebiet ist Eile geboten

Zehn bis elf Bauplätze solle im Neubaugebiet „Mühlgärten und Steinbach“ entstehen.
Zehn bis elf Bauplätze solle im Neubaugebiet »Mühlgärten und Steinbach« entstehen.

Bis zum 31. Dezember soll das Neubaugebiet „Mühlgärten und Steinbach“ in Horschbach realisiert sein. Passiert das nicht, hätte die Gemeinde eine große Chance vertan.

Die Zeit drängt, wenn in Horschbach das Neubaugebiet „Mühlgärten und Steinbach“ zwischen dem Wingertsweg und der Hauptstraße noch realisiert werden soll. Grund dafür ist die neueste Rechtssprechung und die bis dato relativ langen Zeitspanne, seit der der Rat sich schon damit beschäftigt. Deswegen muss der Bebauungsplan bis spätestens zum 31. Dezember verabschiedet werden.

Davor steht allerdings das nach deutschem Recht nicht gerade einfache Bebauungsplanverfahren, unter anderem mit der sogenannten Beteiligung der Träger öffentlicher Belange, dem Abwägungsverfahren im Gemeinderat und der Offenlegung. „Ich dachte eigentlich, dies wäre meine letzte Gemeinderatssitzung. Aber wir werden Ende Juni noch mal tagen, um die überarbeiteten Pläne auf den Weg zu bringen“, kündigte Ortsbürgermeister Michael Herrmann, der bei der Kommunalwahl nicht wieder angetreten war, angesichts der knappen Fristen an.

Zehn bis elf Bauplätze geplant

Auch die Ratsmitglieder waren sich einig, trotz des „sportlichen“ Zeitrahmens von nur sieben Monaten das Baugebiet realisieren zu wollen, zumal es auf absehbare Zeit die letzte Chance für die Gemeinde sei, stark nachgefragte Bauplätze im Dorf anbieten zu können. Bis auf wenige marginale Änderungen nahm das Gremium den Bebauungsplanentwurf an, den das Ingenieurbüro Klag aus Waldfischbach-Burgalben ausgearbeitet und dem Rat vorgestellt hatte.

Nach den Plänen können auf dem insgesamt rund 8700 Quadratmeter umfassenden Areal an der westlichen Bebauungsgrenze des Dorfs zehn oder elf Bauplätze entstehen, die zwischen knapp 400 und bis zu 700 Quadratmeter groß wären. Erschlossen werden die Bauplätze südlich des Horschbachs durch eine Stichstraße mit Wendehammer. Für die Erschließung der drei Bauplätze nördlich des Bachlaufs werde der Wingertsweg verlängert und erhalte ebenfalls einen Wendehammer – groß genug für Müllautos. Links und rechts des Horschbachs werde ein zehn Meter breiter Gewässerstreifen angelegt, das Gelände südlich des Bachs etwas aufgefüllt und zum Gewässer hin Terrassenstufen angelegt – um einen Hochwasserschutz für das Neubaugebiet zu errichten.

Erste Aufgabe für neuen Rat

Wie der Vertreter des Ingenieurbüros ausführte, würden die Planunterlagen nun so aufgearbeitet, dass sie der Rat Ende des Monats auf den Weg bringen und die Offenlegung sowie die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange über den Sommer erfolgen könne. Der neue Gemeinderat könnte dann bereits in seiner konstituierenden Sitzung nach den Sommerferien die Abwägung vornehmen. „Es ist zwar nicht üblich, so etwas gleich in der ersten Sitzung zu machen, aber wir schreiben es dem künftigen Rat in sein Lastenheft“, sagte Michael Herrmann.

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