Kreis Kusel Bei Steinbach setzt Kries sich ab

Nach etwa 300 Metern ist das Lauffeld noch geschlossen. Vorne weg der spätere Sieger Maximilan Kries (924) , LLG Landstuhl, der
Nach etwa 300 Metern ist das Lauffeld noch geschlossen. Vorne weg der spätere Sieger Maximilan Kries (924) , LLG Landstuhl, der Zweitplatzierte Michael Westerka (72) und der Drittplatzierte Jonas Janzer (947), beide 1. FC Kaiserslautern. Im Hintergrund mit im Bild auch die schnellste Läuferin Regina Höhn, TV Rodenbach.

«BRÜCKEN». Zum zehnten Male startete die Laufgemeinschaft Ohmbachsee gestern einen Halbmarathon. Und erneut gewann in Maximilian Kries (LLG Landstuhl) ein Läufer, der sich noch nicht in die Siegerliste eingetragen hatte. Schnellste Frau war Regina Höhn; für sie der erste Sieg.

Am Start waren einige Favoriten auszumachen. Das Läuferfeld war gegenüber dem Vorjahr stärker besetzt, wie immer, wenn der Ohmbachsee-Halbmarathon zu der Serie Laufladen-Cup gehört. Mit fast 208 Teilnehmern war LG-Vorsitzender Hagen Pauls zufrieden. „Bei all dem Aufwand müssen es schon mindesten 120 Teilnehmer sein, damit wir nicht die Lust verlieren“, sagt Paulus. 38 Helfer waren im Einsatz. Sie sorgten dafür, dass der Lauf reibungslos über die Bühne geht. Wegen der großen Zahl an guten Läufern rechnete sich Martin Ziemer (TuS Glan-Münchweiler) vor dem Start nicht so viel aus: „Mein Ziel ist es, unter die ersten Zehn zu kommen.“ Unter den Teilnehmern war auch Bernhard Höft (TuS Glan-Münchweiler). Er hat, ehe der Lauf gestartet wurde, schon einige Kilometer hinter sich: „Ich bin heute Morgen von zu Hause nach Brücken gelaufen. Das sind 16 Kilometer“, sagte der Etschberger. Für ihn sei die Platzierung bei dem Rennen auch nicht so wichtig, der Spaß steht im Vordergrund. Das meinte auch Cyrille Coquerel (TV Offenbach-Hundheim: „Ich konnte zwei Wochen lang nicht trainieren. Trotzdem wollte ich dabei sein. Halbmarathons gibt es ja nicht so viele in unserer Gegend.“ Nachdem der Lauf in der Nähe der Schulturnhalle von Ortsbürgermeister Pius Klein gestartet wurde, kristallisierte sich schnell heraus, wer wohl das Rennen machen wird. An der Spitze setzte sich schnell ein Trio mit Kries (LLG Landstuhl) und den beiden FCK-Läufern Michael Westerka und Jonas Janzer ab; im Verfolgerfeld die schnellste Läuferin Regina Höhn (TV Rodenbach). Nach etwa drei Kilometern schüttelte Kries beim Anstieg zum Naturfreundehaus Steinbach seine beiden Verfolger ab. Diese Reihenfolge sollte sich auch nicht bis ins Ziel ändern. Kries überquerte mit 1:20:08 Stunden als Erster die Ziellinie. Westerka kam in 1:22:29 Stunden ins Ziel: „Bei dem Anstieg bin ich bewusst das Tempo von Maximilian nicht mitgegangen. Hätte ich dies versucht, hätte ich dies bestimmt bitter bereuen müssen“, sagte er. Für Kries war es der zweite Start an dem Ohmbachsee. Vor zwei Jahren war er schon einmal dabei; mit merklich schlechterer Zeit. „Ich bin eigentlich Triathlet. Ob ich gewinnen würde, wusste ich nicht. Mit einer Zeit von 1:20 habe ich aber gerechnet.“ Höhn lief ebenfalls ein einsames Rennen an der Spitze. Bei 1:33.38 Minuten hielten die Uhren an: „Da keine Konkurrentin weit und breit zu sehen war, musste ich mich nicht völlig verausgaben.“ Sie war ebenfalls vor Jahren zum ersten Male an den Start gegangen, damals ebenfalls mit einer bedeutend schlechteren Zeit. „In den letzten beiden Jahren habe ich mein Trainingspensum stark ausgeweitet“, erklärt sie den Erfolg. Matthias Andes (Niederstaufenbach) belegte bei seinem ersten Halbmarathon überhaupt in 1:27:08 Stunden einen guten fünften Platz. Gemeinsam haben der Wahnweger Karl-Peter Böshar und der Grieser Markus Braband als Neunter und Zehnter die Ziellinie überquert. Die Beiden Lokalmatadoren hatten sich in den vergangenen Jahren einige hart umkämpfte Läufe geliefert. „Bis Kilometer 18 haben wir uns in der Führung einige Male abgewechselt. Danach sind wir zusammen bis ins Ziel gelaufen“, berichtete Böshar. Ziemer hat derweil sein Vorhaben nicht ganz erreicht. Am Ende ist es der elfte Platz geworden.

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