Kusel / Lauterecken-Wolfstein
Bürgermeisterwahl im Nordkreis: Bewerber plaudern im RHEINPFALZ-Podcast über sich und die Welt
Wer nimmt Ende Mai die Zügel in die Hand? Wer führt künftig Regie in der flächenmäßig zwar größten, an der Einwohnerzahl gemessen aber kleinsten Verbandsgemeinde im Landkreis Kusel? Das entscheidet sich spätestens eine Woche nach Ostern – für 12. April ist die Stichwahl anberaumt. Und die wird mutmaßlich notwendig: Das Rennen scheint offen, drei Kandidaten bemühen sich um die Wählergunst. Und alle drei sind der Einladung gefolgt, im RHEINPFALZ-Podcast etwas über sich preiszugeben.
Am Sonntag, 22. März, wird der neue Bürgermeister – oder die erste Bürgermeisterin – in der Nordkreis-Verbandsgemeinde gewählt. An diesem Tag, da die Bürgerinnen und Bürger im Bundesland über die Zusammensetzung des rheinland-pfälzischen Landtags entscheiden, dürften die zur Teilnahme an Kommunalwahlen berechtigten Bewohner der Verbandsgemeinde noch ein Kreuzchen mehr machen.
Vereinigt dabei keiner der drei Bewerber mindestens die Hälfte aller gültigen Stimmen auf sich, werden drei Wochen später erneut die Urnen in den Wahllokalen platziert. Eine kleine Entscheidungshilfe liefert vielleicht die RHEINPFALZ, die vorab schon dies oder das Wissenswerte zu den drei Bewerbern veröffentlicht. In der Fasnachtswoche hat die RHEINPFALZ die drei Kandidaten näher vorgestellt. Jetzt tun sie das noch einmal selbst.
Isabel Steinhauer-Theis, Philipp Gruber und Christian Sauer sind die drei, die nun gerne die Nachfolge von Andreas Müller antreten möchten. Steinhauer-Theis, Stadtbürgermeisterin von Lauterecken, gehört der CDU. Rückendeckung einer Partei, die ihn für die Kandidatur nominierte, hat auch FWG-Mann Gruber, der ebenfalls Ortsoberhaupt in seiner Heimatgemeinde ist – er lebt in St. Julian. Christian Sauer aus Kaulbach schließlich ist parteipolitisch unabhängig. Der parteilose Bewerber – Büroleiter der Verwaltung – führt ebenfalls Ortsgemeinde-Amtsgeschäfte – allerdings nicht als gewählter Ortsbürgermeister, sondern als Beauftragter. Sauer ist Büroleiter bei der VG-Verwaltung.
Was bewegt sie jeweils, schon Monate vor der Wahl den heimischen vier Wänden weitgehend Ade zu sagen und bei allen möglichen Veranstaltungen dabei zu sein? Der Wahlkampf verlangt’s. Sichtbar und somit wahrnehmbar zu sein, ist wichtig. Hörbar sein auch? Messen lässt sich die Wirkung wohl kaum, schaden aber kann es nicht, sich vor der Wahl auch mal zu Wort zu melden – und das im wahrsten Wortsinne.
Plauderstündchen mit preisgekrönter Podcasterin
Genau das tun die drei nun im RHEINPFALZ-Podcast. Eine gute halbe Stunde lang stehen sie Rede und Antwort, plaudern über sich selbst, formulieren ihre Anliegen, umreißen ihre Ziele. Der Hörer kann so erfahren, wer denn schon waghalsig im Flugdrachen unterwegs war oder mal Feuer gespuckt hat und wer als Feuerwehrmann eher löscht. Es gibt Einblicke in persönliche Überzeugungen, zudem schauen die Kandidaten auch zurück auf Kindheits- und Jugendtage.
All das tun sie im Gespräch mit Redakteurin Michelle Pfeifer. Die ist bekannt als Teil des Teams der RHEINPFALZ in Kusel. Allerdings pausiert sie zurzeit – aus dem erfreulichsten Grund, den man sich so vorstellen kann.
Trotzdem hat die junge Mutter sich die Zeit genommen, die Kandidaten zu löchern und die Podcast-Sequenzen aufzunehmen. Dabei hat Michelle Pfeifer sozusagen Gespräche am Küchentisch geführt: Die Wohnung der Familie war Schauplatz der Podcast-Aufzeichnung. Das fünf Monate alte Töchterchen hat währenddessen Oma und Opa beglückt, war mit den Eltern vom Papa unterwegs, während Mama die RHEINPFALZ diesmal nicht mit Lesestoff bereichert, sondern auf andere Art vielfältige Informationen aufbereitet hat.
Michelle Pfeifer kann’s jedenfalls – und das hat sie schon auf beeindruckende Art bewiesen. Bei der Wahl zum Bürgermeister der VG Kusel-Altenglan im vergangenen Jahr hat sie ebenfalls Podcasts mit den drei Bewerbern produziert. Und die waren – im wahrsten Wortsinne – ausgezeichnet: Die Autorin und Produzentin hat dafür zum Jahresende einen Medienpreis des Unternehmens erhalten, das alljährlich die besten Beiträge im eigenen Haus prämiert.