Cronenberg
Bürgermeister-Wahl: Prozedere beginnt von Neuem
Alles wieder auf Null: Nach der gescheiterten Wahl eines Ortsbürgermeisters in Cronenberg beginnt das Ganze noch einmal von vorn. Die Wiederholungswahl ist notwendig, weil der einzige Urwahl-Bewerber bei der Kommunalwahl am 9. Juni, als allerorten Gremien und ehrenamtliche Bürgermeister zur Abstimmung standen, glatt durchgefallen war. Die Verbandsgemeindeverwaltung Lauterecken-Wolfstein hat daraufhin bei der Kreisverwaltung einen Termin für die Wiederholungswahl vorgeschlagen. Der steht inzwischen fest – und die Bewerbungsfrist läuft gerade an.
Bis einschließlich Montag, 5. August (18 Uhr), können sich all jene melden, die die Geschicke der rund 150 Einwohner zählenden Gemeinde maßgeblich mitlenken möchten. Die Verwaltung erwartet keinen Ansturm; die Anzahl der Kandidaten ist überschaubar. Voraussetzung ist, dass Bewerber, die volljährig sein müssen, ihren Erstwohnsitz seit mindestens drei Monaten in Cronenberg haben.
Neuer Rat tagt erstmals am 19. August
Die Wiederholungswahl ist, wie die Verwaltung auf Anfrage weiter mitteilt, bereits terminiert. Meldet sich mindestens ein Interessent, muss er oder sie sich am Sonntag, 22. September, dem Bürgervotum stellen. Geht indes bis 5. August keine Bewerbung ein, ist das Thema Urwahl abgehakt. Dann könnte es aber sogar schneller gehen: Für 19. August ist nämlich die konstituierende Sitzung des am 9. Juni neu gewählten Ortsgemeinderates anberaumt. Dabei könnten die neu verpflichteten Ratsmitglieder dann auch gleich einen neuen Ortsbürgermeister wählen – so denn jemand, der die Urwahl scheut, bereit ist, sich stattdessen vom Rat wählen zu lassen.
Bei der Wahl am 9. Juni war der einzige Bewerber durchgefallen: Gerade mal 33 Ja-Stimmen hatte er auf sich vereinigt, das entsprach einer Zustimmung von lediglich einem guten Drittel der Wähler (34,7 Prozent). Die Ablehnung hatte deutlich überwogen. Dabei war die Wahlbeteiligung an diesem Tag gerade in Cronenberg ausgesprochen hoch: 78,9 Prozent aller Wahlberechtigten hatten sich dort beteiligt.
Ortschef-Sessel seit Herbst schon verwaist
Seit Herbst ist der Sessel des Ortsbürgermeisters in Cronenberg verwaist. Der bis dato letzte Ortschef war weggezogen und hatte deshalb das Ehrenamt aufgeben müssen. Seine Vorgängerin war zurückgetreten, jedoch in Ratsreihen geblieben, als im Oktober die Hälfte der sechs gewählten Gemeindevertreter ihren Stuhl räumte. Die beiden Ortsbeigeordneten hatten sich daraufhin bereit erklärt, die Amtsgeschäfte bis zur Kommunalwahl zu führen.