Lauterecken-Wolfstein RHEINPFALZ Plus Artikel Bürgermeister-Stichwahl: Wie Christian Sauer und Philipp Gruber privat so ticken

Touristische Anlaufstelle in der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein: die Wasserburg in Reipoltskirchen.
Touristische Anlaufstelle in der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein: die Wasserburg in Reipoltskirchen.

Der eine mag das Meer, freut und sorgt sich täglich. Der andere staunt über ein Faultier und schätzt Brokkoli: Die Bürgermeister-Kandidaten gewähren private Einblicke.

Am Sonntag, 12. April, fällt die Entscheidung: Wer der künftige Bürgermeister der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein wird. Vor der Stichwahl verraten die beiden verbliebenen Kandidaten Christian Sauer (parteiunabhängig) und Philipp Gruber (FWG) den RHEINPFALZ-Lesern einige ihrer persönlichen Vorlieben. Die (nicht immer bierernst gemeinten) Fragen hat Christian Hamm den beiden Stichwahl-Kontrahenten gestellt: Das Erkenntnis-Interesse dreht sich um Ferienjobs, Fußball, Vorbilder – und unverzichtbare Bestandteile der Kühlschrank-Bestückung.

Christian Sauer (parteiunabhängig)
Christian Sauer (parteiunabhängig)

Christian Sauer (parteiunabhängig)

Herr Sauer – wie geht’s Ihnen?
Sehr gut. Die Turbulenzen der letzten Wahlkampfwochen halten einen auf Drehzahl.

Wie viele Wahlkampftermine haben Sie bestritten? Und welcher wird der Letzte sein?
Ich zähle das persönliche Einholen der Unterstützungsunterschriften mit. Damit waren es mehrere Hundert. Ich werde noch ein paar Gemeinden zu Fuß besuchen, um mit den Menschen im Gespräch zu bleiben.

Was war Ihr bislang schönster Moment in diesem Jahr?
Privat hat sich etwas sehr Wichtiges zum Guten gewandt.

Was hat Sie zuletzt gefreut?
Als eine sehr geschätzte Kollegin mir berichtete, dass sie Nachwuchs erwartet.

Was hat Sie zuletzt überrascht?
An Karfreitag war ich im Siegelbacher Zoo. Im Tropenhaus lebt ein Faultierpärchen, jedoch nicht hinter Glas oder Gittern, sondern frei im Besucherbereich. Das wusste ich nicht. Beim Betreten hing eines der beiden nur wenige Zentimeter vor meiner Nase an einem Seil, sah mir direkt in die Augen und kaute derweil gechillt weiter an einem Stück Paprika.

Worüber haben Sie sich am meisten geärgert?
Darüber, dass Menschen, die mich nicht persönlich kennen und noch nie auch nur ein Sterbenswörtchen mit mir gewechselt haben, mir öffentlich negative Charaktereigenschaften zuschreiben. Und ich ärgere mich oft auch über mich selbst, wenn ich Kraft und Zeit für Menschen aufwende, um ihnen bei der Lösung ihrer Probleme zu helfen, ebendiese Zeitgenossen dann aber den zum Greifen nahen Erfolg durch Unvermögen oder Handeln wider besseres Wissen „vereiteln“ und im Nachhinein die Verantwortung für das Scheitern bei anderen suchen.

Haben Sie ein Vorbild?
Mehrere. Norbert Lammert, Georg Schramm, Konstantin Wecker, Volker Pispers, Elmar Stumm …

Woraus schöpfen Sie Kraft?
Aus Sport und aus Gesprächen mit interessanten Menschen.

Was darf nie im Kühlschrank fehlen?
Frisches Obst.

Welches Buch haben Sie sich zuletzt gekauft?
„Über den Fluss“ von Joscha Schaback.

Wann waren Sie zuletzt im Kino und in welchem Film?
Läuft „Top Gun“ noch? Im Ernst: Ich kann mich nicht an meinem letzten Kinobesuch erinnern. Ist bestimmt schon mehr als zehn Jahre her.

Was war Ihr erster Job – und wissen Sie noch, was Sie verdient haben?
Ich war 13 oder 14. Unser Nachbar hatte seine Außenanlage neu gestaltet. Auch eine Gartenmauer mit Grillnische war fällig. Ich war in den Sommerferien sein „Speisbub“ und half beim Steineschleppen, Beton und Mörtel anmischen und Kies schippen. Ich glaube, es gab fünf Mark die Stunde bar auf die Kralle.

Was haben Sie mit Ihrem ersten Ersparten gekauft?
Einen original Sony-Walkman. Wer noch weiß, was das ist, ist offiziell alt.

Was schieben Sie immer vor sich her?
Die Steuererklärung. Das hat mich schon den einen oder anderen zusätzlichen Euro gekostet.

Welchen Luxus leisten Sie sich?
Ab und zu einen Sauna- und Wellnesstag.

Was ist Ihr größter Reichtum?
Siehe Antwort auf die dritte Frage.

Welche Note geben Sie dem Landkreis? Der Verbandsgemeinde? Und ihrem Wohnort?
Keine. Eine pauschale Note würde dem Facettenreichtum nicht gerecht.

Pizza oder Pasta?
Pizza.

Kaffee oder Tee?
Kaffee.

Bier oder Wein?
Weder noch.

Croissant oder Puddingstückchen?
Croissant.

Schokolade oder Gummibärchen?
Schokolade.

Brokkoli oder Quark?
Brokkoli.

Kino oder Fernsehabend?
Fernsehabend.

Meer oder Berge?
Meer.

Burg Lichtenberg oder Remigiusberg?
Burg Lichtenberg, wegen der Kindheitserinnerungen. Da haben uns unsere Eltern sonntags oft hingefahren.

FCK oder FC Bayern? Oder die Kaulis?
Lautre!!!!!!!!! (exakt neun Ausrufezeichen, Anm. d. Red.)

Papa- oder Mamakind?
Mamakind.

Erste Reihe oder letzte Bank?
In der Schulzeit letzte Bank. War aber offenkundig kein Erfolgsmodell. Daher habe ich ab dem Studium die erste Reihe vorgezogen. Damit lief es dann deutlich besser.

Eine gute Fee gewährt Ihnen einen Wunsch. Wofür entscheiden Sie sich?
Dass die Menschen zur Vernunft finden und aufhören, einander und ihre eigenen Existenzgrundlagen zu zerstören.

Philipp Gruber (FWG)
Philipp Gruber (FWG)

Philipp Gruber (FWG)

Herr Gruber – wie geht’s Ihnen?
Gut.

Schön. Wie viele Wahlkampftermine haben Sie inzwischen bestritten? Und welcher wird der Letzte sein?
Genau genommen habe ich einen Marathon bestritten: 42 eigene Termine in allen 41 Gemeinden im Rahmen meiner „vor Ort Tour“ plus Speeddating, Podcast und vieles mehr. Zum Abschluss noch zwei Infostände, am Freitag in Wolfstein und Samstag in Lauterecken – und dann, letzter Termin, gemeinsam mit Christian am Wahlabend, Sonntag, 12. April, um 18 Uhr in der VG-Verwaltung.

Was war Ihr bislang schönster Moment in diesem Jahr?
Der dritte Geburtstag meiner Tochter.

Was hat Sie zuletzt gefreut?
Ich freue mich täglich, das geht bei gutem Essen los.

Was hat Sie zuletzt überrascht?
Das gute Zwischenergebnis am 22. März.

Worüber haben Sie sich am meisten geärgert?
Die weltpolitische Lage sorgt mich täglich. Am meisten ärgert mich aber, wenn Unsicherheit und Belastungen bei den Menschen vor Ort ankommen und Politik dann zu langsam, zu kompliziert oder nicht entschlossen genug handelt.

Haben Sie ein Vorbild?
Genau genommen zwei: Udo Lindenberg, denn keiner ist so cool wie er. Und Helge Schneider, denn er verstellt sich für niemanden und passt in keine Schublade.

Woraus schöpfen Sie Kraft?
Wenn mir etwas gelingt, dann motiviert mich das, weiterzumachen.

Was darf nie im Kühlschrank fehlen?
Fleischwurst.

Welches Buch haben Sie sich zuletzt gekauft?
John Strelecky: Zeit für Fragen im Café am Rande der Welt.

Wann waren Sie zuletzt im Kino und in welchem Film?
Am 22. Dezember 2025 in der Sneak – und es kam „Bon Voyage“.

Was war Ihr erster Job – und wissen Sie noch, was Sie verdient haben?
Mit 15 Ferienjob bei der Fleischerei Kaehl in Offenbach-Hundheim für meines Wissens 8 Euro pro Stunde.

Was haben Sie mit Ihrem ersten Ersparten gekauft?
Einen Computer.

Was schieben Sie immer vor sich her?
Den Trainingsbeginn für die Vorbereitung zum Draisinenlauf und das ein oder andere Renovierungsprojekt.

Welchen Luxus leisten Sie sich?
Ich probiere gerne mal was Neues aus.

Was ist Ihr größter Reichtum?
Selbstverständlich meine Familie.

Welche Note geben Sie dem Landkreis? Der Verbandsgemeinde? Und ihrem Wohnort?
Im Musikantenland denke ich bei Noten natürlich zuerst nicht an Schulnoten, sondern an Tonleitern. Für den Landkreis, die Verbandsgemeinde und meinen Wohnort wünsche ich mir jedenfalls keine schiefen Töne, sondern einen guten Dreiklang: lebenswert, verlässlich und zukunftsfähig.

Pizza oder Pasta?
Pizza.

Kaffee oder Tee?
Kaffee.

Bier oder Wein?
Bier.

Croissant oder Puddingstückchen?
Käse-Schinken-Croissant.

Schokolade oder Gummibärchen?
Am besten beides gleichzeitig.

Brokkoli oder Quark?
Hauptsache gesund.

Kino oder Fernsehabend?
Kino mit meiner Frau.

Meer oder Berge?
Renesse liegt am Meer.

Burg Lichtenberg oder Remigiusberg?
Wasserburg Reipoltskirchen, hoffentlich bald wieder mit Gastronomie.

FCK oder FC Bayern? Oder die SG Hirsau?
Ganz ehrlich: Ich hab zwar beim TuS und auf dem Saubuckel vor langer Zeit Fußball gespielt, war aber nur in der Dritten Halbzeit stark. Habe von Fußball keine Ahnung, aber als Pfälzer freut man sich, wenn der „Betze“ gewinnt.

Papa- oder Mamakind?
Omakind.

Erste Reihe oder letzte Bank?
Wer am ersten Tag zu spät kommt, der muss in die erste Reihe.

Eine gute Fee gewährt Ihnen einen Wunsch. Wofür entscheiden Sie sich?
Da sollte man sich immer für die Gesundheit entscheiden.

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