Kusel / Schönenberg-Kübelberg Bürgerbusse fahren Senioren ins Impfzentrum

Die Bürgerbusse im Kreis – hier eins der zwei Fahrzeuge aus dem Oberen Glantal mit Fahrer Berthold Drumm – übernehmen die Fahrte
Die Bürgerbusse im Kreis – hier eins der zwei Fahrzeuge aus dem Oberen Glantal mit Fahrer Berthold Drumm – übernehmen die Fahrten für Senioren ins Impfzentrum.

Die Bürgerbusse der drei Verbandsgemeinden im Kreis Kusel werden dafür sorgen, dass ältere Menschen ins Impfzentrum des Kreises auf dem Kuseler Windhof gefahren werden, wenn sie keine andere Möglichkeit haben, dorthin zu kommen.

Das hat auf Anfrage Karl-Heinz Schoon, Bürgerbus-Beauftragter im Oberen Glantal, nach Absprache mit den Bürgerbus-Projekten in Lauterecken-Wolfstein und Kusel-Altenglan mitgeteilt. Wenn Impfstoff da ist, sollen spätestens ab Mitte Januar jene Über-80-Jährige auf dem Windhof geimpft werden, die nicht in einem Heim wohnen.

„Wir stehen bereit, um den Menschen hier zu helfen“, sagte Schoon. Allerdings warte man noch auf Details vom Land, wie die Terminvergabe für das Impfen laufe. „Wir wissen im Moment auch noch nicht, wie wir dann erfahren, wer zum Impfzentrum gefahren werden muss.“ Die Bürgerbus-Projekte dächten beispielsweise darüber nach, eine kreisweite Reservierungs-Telefonnummer einzurichten. Dann könnten auch Transporte über die Grenzen der Verbandsgemeinden hinaus koordiniert werden – etwa dass der Bürgerbus Oberes Glantal auf der Fahrt von Ohmbach nach Kusel jemanden aus Konken mit zum Impfzentrum nehme.

„Sowohl unsere sechs Busse als auch ausreichend Fahrer stehen bereit“, sagte Schoon, der aber auch ein paar Wünsche hat: So benötigten die Fahrer Schutzkleidung für die Fahrten, die unter Corona-Bedingungen ablaufen werden. Auch wäre ein Tablet für jeden Bus sehr hilfreich.

Ob und wie der Kreis Kosten für den Service übernehme, sei noch nicht besprochen – darüber müsse der Kreis mit den Verbandsgemeinden reden. Beim Seniorenbeauftragten gebe es noch Mittel, weil viele der dort geplanten Aktivitäten wegen Corona ausgefallen seien.

Konkurrenz mit den Betreibern privater Taxis erwartet Schoon nicht. „Da sind so viele Fahrten zu machen – das reicht für alle.“ Beispielsweise könne der Bürgerbus keine Menschen im Rollstuhl mitnehmen. „Wir haben schon bisher sehr gut mit den Taxi-Betreibern zusammengearbeitet. Da sehe ich keine Probleme“, sagte Schoon.

x