Rathsweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Ausbau der Lichtenberger Straße rückt näher

Luftaufnahme von Rathsweiler.
Luftaufnahme von Rathsweiler.

Der bevorstehende Ausbau der Lichtenberger Straße beschäftigt die Bürger in Rathsweiler. Bereits im Herbst 2011 war ein Kuseler Ingenieurbüro mit den Planungen beauftragt worden. Nun wird es allmählich konkret, auch mit Blick auf die erwarteten Kosten.

Bei der Lichtenberger Straße handele es sich um einen erstmaligen Ausbau, informierte Ortsbürgermeister Siegmund Steiner. Und genau das erregt die Gemüter im Dorf. Fünf Frauen waren zur Gemeinderatssitzung am Donnerstag gekommen, und alle fragten: „Warum denn ausgerechnet jetzt?“ 40 Jahre lang sei der Ausbau nicht angegangen worden. Ausgerechnet jetzt, wo die Preise so gestiegen seien, wolle der Gemeinderat das Projekt in Angriff nehmen, wunderten sich die Zuhörerinnen.

„Wir wissen, dass das eine große Anstrengung für die Anwohner ist“, zeigte Steiner Verständnis für die Sorgen. „Aber wir können das jetzt nicht länger hinausschieben“, argumentierte er. Die Mittel für den Ausbau seien bereits genehmigt, zudem müsse die Straße ausgebaut werden, um die Anwohner auch in die Wiederkehrenden Beiträge einbeziehen zu können. Ferner treten Steiner zufolge immer wieder Probleme mit schlecht ablaufendem Oberflächenwasser auf. Der Ortsbürgermeister geht davon aus, dass die Arbeiten rund 460.000 Euro kosten werden. Darin enthalten sei zudem der Endausbau der Straße Kirchenfeld im Neubaugebiet.

Beschwerden über zu schnelles Fahren

Der Erste Beigeordnete, Peter Simon, erläuterte, dass es einen „technisch soliden, aber nicht abgehobenen“ Ausbau geben soll. Das Ingenieurbüro hatte zwei Konzepte vorgeschlagen. Der Rat habe jenes favorisiert, dass die Bürger nicht unnötig belaste, sagte Simon. Die Infrastruktur für Wasser, Abwasser, Energie und Internetkabel werde beim Ausbau angelegt. Einen extra Bürgersteig gebe es allerdings nicht.

Der Rat beschloss die Ausschreibung des Projekts einstimmig. Für beide Straßen seien jeweils zwei Bauabschnitte geplant, sagte Steiner. Eine Zuhörerin hatte in diesem Zusammenhang angeregt, die Lichtenberger Straße als Einbahnstraße zu kennzeichnen. Zudem wurden Beschwerden über zu schnelles Fahren laut. „Eine 30er-Zone wäre nicht schlecht“, sagte eine der Besucherinnen und fügte hinzu: „Die Autos schießen hier manchmal mit 70 Stundenkilometern vorbei.“

Mehr zum Thema
x