Wahnwegen
Ausbau der Bergstraße soll weiteres Problem lösen
Immer wieder sorgen starke Regenfälle dafür, dass in der Berg- sowie im unteren Bereich der Konkener Straße Keller mit Wasser vollaufen. Dieses Problem soll sich durch den Ausbau der Bergstraße in Luft auflösen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Gemeinde einen Zuschuss aus dem Investitionsstock des Landes für das auf insgesamt 830.000 Euro kalkulierte Großprojekt bekommt.
Kerstin Leßmeister und Martin Rutschmann vom Ingenieurbüro Dilger in Dahn erläuterten in der jüngsten Ratssitzung, dass parallel zum Vollausbau der Bergstraße ein Regenwasserkanal im Untergrund der Konkener Straße verlegt werden soll. Dieser soll Oberflächenwasser aus den Feldern und Wiesen im Norden des Dorfes direkt in den Hirtenbach leiten. Dazu sei notwendig, einen Teil der Konkener Straße in Verlängerung der Bergstraße auf einer Länge von rund 150 Meter aufzureißen, um den neuen Kanal verlegen zu können.
Bergstraße wird gepflastert
Die Kosten für den Regenwasserkanal einschließlich mehrerer Einläufe am Ortsrand wurden auf rund 350.000 Euro beziffert, der Kanal selbst kostet rund 280.000 Euro. Stemmen müssen das Projekt die Orts- und die Verbandsgemeinde, wobei die Kostenteilung noch nicht klar sei, verdeutlichte Ortsbürgermeister René Morgenstern.
Für den Ausbau der Bergstraße werden circa 480.000 Euro fällig. Dabei sei es egal, erläuterte Leßmeister, ob die Straße gepflastert oder asphaltiert werde. „Derzeit schwanken die Preise der Straßenbauer stark und hängen extrem von der Auftragslage der Baufirmen ab. In der jüngsten Vergangenheit reichte die Preisspanne von 280 bis zu 340 Euro Baukosten pro Quadratmeter Straßenfläche, weshalb wir erst sagen können, was der Ausbau kostet, wenn die Angebote der Tiefbauer vorliegen“, berichtete die Ingenieurin. Geplant sei, die Bergstraße komplett neu aufzubauen. Falls sich die Ver- und Entsorgungsleitungen in einem schlechten Zustand befinden, müssten diese ebenfalls erneuert werden. Das Gremium entschied sich nach ausführlicher Beratung dafür, die neue Straße in voller Breite zu pflastern, auf Bürgersteige soll verzichtet werden. Das Regenwasser soll in einer Mittelrinne gesammelt werden.
Sorgen der Anwohner
Anlieger äußerten Bedenken dahingehend, dass die neue Straße womöglich kurz nach ihrer Fertigstellung wieder aufgerissen werden muss, um die Leitungen für das geplante Nahwärmenetz zu verlegen. Ortsbürgermeister Morgenstern entgegnete: „Wir stehen ganz am Anfang der Ausbauplanung. Bis die Mittel aus dem I-Stock bewilligt sind und wir mit den Arbeiten beginnen können, ziehen sicher noch drei Jahre ins Land. Das Nahwärmenetz werden wir früher bauen.“ Darüber hinaus wird befürchtet, dass die Straße zu steil ist, um sie in voller Breite pflastern zu können. Hierzu führte Leßmeister aus, dass moderne Pflastersteine deutlich besser ineinander verzahnt seien als noch vor wenigen Jahren, sodass man keine Angst vor Verschiebungen haben müsse. Das Ingenieurbüro wird nun den Zuschussantrag vorbereiten, der schnellstmöglich gestellt werden soll.