Offenbach-Hundheim RHEINPFALZ Plus Artikel Arbeiten an der B420: Nach den Sommerferien soll’s losgehen

4,6 Millionen Euro soll der Ausbau der B420 in Offenbach-Hundheim kosten.
4,6 Millionen Euro soll der Ausbau der B420 in Offenbach-Hundheim kosten.

Der Ausbau der B420 in Offenbach-Hundheim steht nach jahrelanger Planung bevor. In sechs Abschnitten soll die 1130 Meter lange Strecke ausgebaut werden. Teile des Gemeinderates sind noch immer nicht glücklich mit der Planung.

Die Ziele des Ausbaus sind klar: Die B420 soll in Offenbach-Hundheim keine Buckelpiste mehr sein und der Verkehr soll entschleunigt werden. Hierfür werden Querungshilfen installiert, und eine Fußgängerampel nahe der Brückenstraße soll dabei helfen, dass Bürgern beim Überqueren der Straße nichts passiert. Zwei Jahre sind für die Arbeiten veranschlagt, die knapp 4,6 Millionen Euro kosten werden – rund 650.000 Euro muss die Gemeinde aufbringen.

Ortsbürgermeister Peter Stein informierte im Gemeinderat, dass die Arbeiten zum Ende der Sommerferien starten sollen, auch wenn noch keine Ausschreibung erfolgte, weil es einen Einspruch gegeben habe. Richard Lutz, Dienststellenleiter der Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Kaiserslautern teilte auf Anfrage der RHEINPFALZ mit, dass die Ausschreibungsunterlagen derzeit aufgestellt werden und die Arbeiten wohl im September starten können.

LBM: Sperrung unvermeidlich

Unvermeidlich bleibe die rund dreimonatige Sperrung, die Hundheim und Offenbach trenne, so Stein. Im ersten Bauabschnitt komme es zudem zu einer vierwöchigen Sperrung der Bundesstraße aus Richtung Glanbrücken. Innerhalb des Ortes sei die B420 während der gesamten Bauzeit gesperrt, die Umleitung erfolge über die Hauptstraße im Ortsteil Offenbach. Zum Bauablauf könne sich der LBM erst nach erfolgter Auftragsvergabe detaillierter äußern.

Albert Alt kritisierte, dass das Rondell am Bahnhof, eine kleine Grünfläche, plattgemacht werde. Er wolle für den Erhalt des aus seiner Sicht denkmalgeschützten Rondells kämpfen. Christoph Schlicher führte ins Feld, dass durch die schmälere Fahrbahn mehr Grünfläche entstehe. Der LBM ergänzte, dass alle Knotenpunkte „verkehrsgerechter und verkehrssicherer umgestaltet“ werden. Vieles werde dadurch kompakter. „Im Falle der Bahnhofstraße entfällt die Grünfläche in der Mitte, große Teile der bestehenden Fahrbahnfläche werden aber zurückgebaut und ortsgerecht umgestaltet.“

Kritik an Fahrbahnbreite

Weiter kritisiert wurde, dass die Straße anstelle von 6,5 Meter auf Antrag der Bundeswehr nun doch sieben Meter breit werde. Dem LBM zufolge hätte bei der in der Nordkreis-Gemeinde vorherrschenden Verkehrsbelastung eine Straßenbreite von 6,5 Metern ausgereicht. Die Bundeswehr habe letztlich jedoch zur „Wahrung der militärischen Interessen“ die sieben Meter breite Fahrbahn gefordert. Roland Alt sagte dazu im Rat, dass man das doch gut finde, da der Bürgersteig schmäler und damit die Belastung der Anlieger niedriger ausfalle. Das bestätigte auch der LBM. Denn durch die reduzierten Gehwegflächen verringere sich auch der Kostenanteil der Gemeinde.

Udo Reichel sah in der Vergangenheit bereits „erhebliche Fehler“, und auch jetzt sei die Planung noch verbesserungswürdig. Der LBM machte deutlich, dass ihm angedeutete „erhebliche Fehler“ nicht bekannt seien. „Die Fortschreibung der Pläne im Rahmen der Planfeststellung und während der Erarbeitung des Bauentwurfes aus bautechnischen und wirtschaftlichen Erwägungen sind ein üblicher und erforderlicher Prozess.“

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