Breitenbach
Andrea Köhler ist neue Kita-Leiterin
Andrea Köhler ist Erzieherin aus Leidenschaft. „Die Arbeit mit Kindern macht mir Spaß. Sie verstellen sich nicht und sind grundehrlich“, betont sie. Es sei ihr wichtig, diese „schützenswerten Wesen zu behüten“ und ihnen ein Gefühl von Geborgenheit und Wohlbefinden zu vermitteln. Deswegen habe sie nach der Schule diesen Beruf gewählt, die Ausbildung in einem Kindergarten in Ramstein aufgenommen. Später war sie zwei Jahre im Kindergarten in Breitenbach tätig. Außerdem arbeitete sie mehrere Jahre mit behinderten Menschen im ambulant Betreuten Wohnen.
Seit 2014 Gruppenleiterin
Nach ihrer Elternzeit wechselte Andrea Köhler wieder in den Kindergarten ihrer Heimatgemeinde. Seit 2014 ist sie Gruppenleiterin in Teilzeit mit 30 Stunden. Als die bisherige Leiterin kündigte und die Stelle neu ausgeschrieben wurde, habe sie überlegt, sich um diesen Posten zu bewerben. Sie sprach mit ihrer Familie, schließlich bedeutet Leitung einen Vollzeitjob. Elternabende und Ausschusssitzungen fressen einen Teil der freien Zeit. Ehemann und Kinder befürworteten die Entscheidung. Nein, das höhere Gehalt spiele keine Rolle, betont die 46-Jährige. Sie wisse aber um das Mehr an Verantwortung.
Seit November hat Andrea Köhler ihre neue Stelle inne. Natürlich habe sie jetzt eine andere Rolle, sei Vorgesetzte. „Da muss ich manche Richtlinien, manche Richtung vorgeben und kann sicher auch nicht allen Wünschen entsprechen, die andere äußern.“ Sie habe eigens im Vorfeld mit ihren Kolleginnen über ihre Bewerbung gesprochen „und Rückendeckung erhalten“. Dass sie gegenüber den Eltern anders auftreten müsse, sehe sie nicht. Als Gruppenleiterin habe sie bereits Erfahrung gesammelt, sei in der Lage, sich durchaus auch kritischen Fragen zu stellen.
„Erziehungspartnerschaft“, Naturpädagogik und Nachhaltigkeit
Derzeit absolviert Köhler, die auch eine Ausbildung zur Sozial- und Kindergartenfachwirtin abgeschlossen hat, eine Leitungsqualifizierung. Büroorganisation und Digitalisierung sind ihr dabei besonders wichtig. In ihrer neuen Position setzt die Breitenbacherin auf „Erziehungspartnerschaft“. Das bedeute eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern, Träger und Team „mit Fokus auf dem Kind“. Ausbauen will sie die Bereiche Naturpädagogik und Nachhaltigkeit. „Es gibt bei uns bereits Waldtage, daraus könnten sich Waldwochen entwickeln.“
Außerdem ist ihr wichtig, dass sich die Kolleginnen fortbilden – vor allem in der EDV. „Allen soll es möglich sein, die vorhandenen Tablets optimal zu nutzen – sowohl für die Dokumentation als auch für die Arbeit mit den Kleinen.“ Es gebe sehr schöne Lernprogramme und Erklärvideos für Kinder, für die momentan der Blick fehle. Als weitere Schwerpunkte nennt sie eine noch engere Kooperation mit der Grundschule sowie die Integration der Kita ins Dorfleben. Wenn es Corona wieder zulässt, sollen die Kinder das Museum sowie Geschäfte oder Betriebe im Ort besuchen.
Außengelände verschönern
Was Gebäude und Ausstattung betrifft, sieht die neue Leiterin kaum Handlungsbedarf. Nach der jüngsten Renovierung stünden lediglich noch einige Folgearbeiten an. Auf längere Sicht müsse das Außengelände etwas verschönert und mit zusätzlichen Spielgeräten ausgestattet werden, findet Köhler.
Den Breitenbacher Kindergarten besuchen derzeit 54 Kinder, weitere werden in nächster Zeit erwartet. 65 Plätze sind vorhanden. Neun Erzieherinnen, davon drei in Vollzeit, und eine Sprachförderkraft betreuen die Kleinen. Eine Stelle ist momentan ausgeschrieben. Zwei Küchenkräfte bereiten das Mittagessen zu.