Steinbach „An der Gasse“ sorgt für Diskussionen
Aber alles der Reihe nach. Die Ortsgemeinde Steinbach beabsichtigt den Feldweg „An der Gasse“ zu reparieren. Vom „Hubachgraben“ bis zur Einmündung eines Hofes sollen 50 Meter Betonplatten ausgebaut und entsorgt werden. Abschließend soll ein sogenanntes Dachprofil hergestellt werden. Die Arbeiten sollen von einer Firma, die mit der Verbandsgemeinde einen sogenannten Rahmenvertrag hat, durchgeführt werden. Voraussichtliche Kosten: 10.610 Euro. So die verkürzte Version der von Fehrentz vorgetragene Beschlussvorlage.
Die Diskussion eröffnete Ratsmitglied Stefan Weißbrodt, der seine Frage an den Wegebauausschuss richtete, der wohl die Schäden begutachtete: „Seid ihr der Meinung, dass eine Reparatur erforderlich ist.“ Helma Fichtl, als ein Mitleid dieses Ausschusses, sieht die Gemeinde in der Verantwortung und erinnerte an die Verkehrssicherungspflicht. Eine weitere Stimme aus dem Rat merkte an, dass die Zuwegung zu dem dortigen Schweinemastbetrieb über einen zweiten Weg erreichbar sei, somit könne alternativ der Feldweg gesperrt werden.
Keine Befangenheit
Dem widersprach Ratsmitglied Ralf Harth. Er ist Betreiber des Betriebes, somit selbst Betroffener, der wohl keine Befangenheit sah. Harth stellte klar, dass die zweite Zuwegung, bedingt durch einen Graben, nicht passierbar sei. Mehr noch: Der Landwirt monierte, dass die durch Manöverschäden zerstörten Bankette bis heute nicht ausgebessert worden seien. Gleichwohl, so seine Aussage, seien diese von der zuständigen Behörde beglichen worden.
Ein Ratsmitglied stellte fest, dass viele Feldwege in einem schlechten Zustand seien und erinnerte, dass im Rat vereinbart worden sei, eine Prioritätenliste zu erstellen. Ortschef Fehrentz widersprach zwar nicht, befand sich selbst und den Rat jedoch nicht in der Lage, den Zustand der Wege beurteilen zu können. Fehrentz: „Da müssten wir ein Ingenieurbüro beauftragen.“
Im Vorbeigehen fragen
Immer mehr rückten im Laufe der Diskussion die Kosten der Sanierung in den Mittelpunkt, und schließlich machte Gemeindevertreter Oliver Sommer den Vorschlag, Fehrentz möge doch mal mit dem Bauleiter der Firma sprechen, die zurzeit mit dem Ausbau der Frutzweiler Straße beschäftigt ist.
Einen Bauleiter mal so im Vorbeigehen ansprechen, nach dem Motto: „Wir haben da noch eine kleine Reparatur…“ Sicherlich keine alltägliche Vorgehensweise. Nicht diskutiert wurde, ob sie vom Vergabe- und Wettbewerbsrecht gedeckt ist.
Ortsbürgermeister Fehrentz lehnte den Lösungsansatz nicht ab, will jedoch noch bei einer zweiten Firma anfragen. Die Formsache Feldweg „An der Gasse“ geht somit in die nächste Runde.