Kreis Kusel
A-Klasse-Dritter TuS Schönenberg will bei SG Hüffler-Wahnwegen wieder in die Spur finden
Hätten die Schönenberger nicht so viele Punkte unnötig sausen lassen, sie könnten die Tabelle der A-Klasse anführen. Dramatisch allein schon, was der TuS anno 2019 so alles liegen ließ. Enden soll die Durststrecke am Sonntag (15 Uhr, in Hüffler) im Saubeertal. Die SG Hüffler-Wahnwegen wird die Gäste aber nicht eben zum Spaziergang einladen.
Düstere Wolken waberten bei eigentlich wunderschönem Spätsommerwetter am letzten Tag im September über Team „Hüwa“. „Mer steije ab“, zeterte Edelfan Artur Straßer voller Verzweiflung. „Die Buwe sinn zu grien.“ Nein, den „Grünschnäbeln“ im grün-schwarzen Dress galt nicht der leiseste Vorwurf seitens Straßer. Die Umstände waren’s, die ihn und viele andere im Lager der SG fast verzweifeln ließen. Zu viele Verletzte, alles, was noch laufen konnte, schwirrte – mitunter ohne rechten Plan – über den Rasen des Schönenberger Parkstadions. Die Hausherren taten sich schwer, die beherzt, aber eher bescheiden kickenden Gäste zu knacken, siegten jedoch letztlich klar mit 3:0.
„Hüwa“ mit neuem Schwung
„Die Formation wird morgen schon ein bisschen anders aussehen“, sagt „Hüwa“-Coach Timo Groß, der damals gefehlt hatte, diesmal aber vorne Wind entfachen will. Wichtig sei, dass Marc Knapp wohl auflaufen kann. Der hatte wegen dienstlicher Verpflichtungen schon ein ums andere Mal passen müssen. Viktor Luks sei fit – mithin kann Groß auf zwei wichtige Säulen in seiner Formation bauen. „Wir haben Schwung bekommen, den wollen wir nutzen, wollen den guten Start bestätigen und weiter punkten“, sagt der Spielertrainer: Vier Punkte aus zwei Spielen seien „mehr als anständig. Immerhin haben wir in Spesbach gewonnen, und das werden nicht viele schaffen“, spielt Groß auf den Coup beim 2:1-Sieg im ersten Pflichtspiel des Jahres an.
Timo Groß: Richtungsweisender Spieltag
Bei der folgenden Nullnummer in Ramstein „waren wir klar schwächer als in Spesbach und hatten Glück“, räumt Groß ein. Und das war’s auch schon: Mehr hat die SG in diesem Jahr noch nicht zeigen dürfen. Wegen zweier Spielausfälle hinkt sie ein bisschen hinterher, entsprechend schief ist das Tabellenbild.
Das heißt aber auch: Die SG kann noch weiteren Boden gut machen. „Es geht um Big Points an diesem richtungsweisenden Spieltag“, sagt Groß mit Verweis auf zwei Kellerduelle. Sein Team soll im ersten Heimspiel 2019 punkten. „Wir wollen unsere Positivserie fortsetzen – und die Negativserie der Schönenberger fortschreiben“, sagt Groß in scherzhaftem Ton.
TuS seit Monaten sieglos
Was aber ist mit den morgigen Gästen los, die sich schon seit Herbst nicht mehr über einen Sieg freuen durften? „Ganz einfach. Wir treffen das Tor nicht“, bringt Lukas Kurz die Misere auf den Punkt. Jüngst beim 0:1 im Spitzenspiel gegen den FV Weilerbach war der verletzte Spielertrainer der Verzweiflung nahe. „Wir haben fünf wirklich hundertprozentige Möglichkeiten. Dann kommen die Weilerbacher mal vor – und treffen wie aus dem Nichts“, schaut der Coach auf die Partie des Dritten gegen den Zweiten zurück.
Nach dem 0:1 ist der FV Weilerbach wohl enteilt. Der FVW hat sechs Zähler mehr auf dem Konto – und noch zwei Partien in der Hinterhand. „Der Zug ist eigentlich abgefahren“, sieht Kurz keine Hoffnung mehr, in die Relegation einziehen zu können. „Wir haben schon in der Winterpause gesagt: Unser Ziel ist es, unter den Top Fünf mitzumischen.“ Klingt bescheiden. Das Ziel ist sicherlich zu erreichen. Und da gibt es ja noch eines: „Wir legen den Fokus jetzt natürlich auf den Cup“, sagt Kurz. Der TuS steht im Endspiel und trifft an Ostermontag in Pfeffelbach auf den Ligakonkurrenten FV Kindsbach.
Warten, dass Welschs Knoten platzt
Bis dahin dürfte wohl auch Andreas Welsch wieder in Tritt sein. Mit seinem Namen ist die momentane Flaute so ein bisschen verbunden. „Ich hoffe es für ihn, dass der Knoten platzt. Wie das bei Stürmern so ist: Wahrscheinlich macht er jetzt eins – und trifft dann wieder wie am Fließband“, prognostiziert Kurz. Beim mauen Saisonstart sei es genauso gewesen: Welsch verfehlte die Bude. Traf dann – und fortan immer öfter, bislang 16-mal.
Nach Hüffler fahren Kurz und sein Trainerkollege Alexander Becker mit den üblichen Lücken im Aufgebot. „Bei uns gibt’s ja jede Woche kleinere Änderungen.“ Dienstliche Verpflichtungen zwingen diesmal Keeper Jan Weber und Joshua Arnold zum Verzicht.
Trainer-Tipps
vorne: Timo Groß / hinten: Lukas Kurz
SG Hüffler-Wahnwegen - TuS Schönenberg 3:1 / 0:2
SV Spesbach - FV Olympia Ramstein 2:1 / 3:1
SG Haschbach-Schellweiler - SV Kohlbachtal 4:1 / 2:1
FV Kindsbach - FV Kusel 3:2 / 1:0
TSG Burglichtenberg - TSG Wolfstein-Roßbach 2:2 / 2:2
SV Mackenbach II - SG Bruchmühlbach/Miesau 2:3 / 0:2
TuS Breitenbach - TuS Glan-Münchweiler 3:1 / 1:2