Kreis Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel 32. Ohmbachseelauf: Maximilian Kries verteidigt seinen Titel

Der spätere Sieger Maximilian Kries (rechts) und Alexander Köhler setzen sich aus der fünfköpfigen Spitzengruppe ab. Foto: Sayer
Der spätere Sieger Maximilian Kries (rechts) und Alexander Köhler setzen sich aus der fünfköpfigen Spitzengruppe ab.

Maximilian Kries (LLG Landstuhl) hat am Freitagabend bei der 32. Auflage des Ohmbachseelaufs seinen Titel verteidigt. Schnellste Frau im 410 Teilnehmer starken Feld war Natascha Hartel vom TuS Heltersberg. Sie ging erstmals beim zehn Kilometer langen Hauptlauf an den Start – und kam prompt als Siegerin durchs Ziel.

Ein kühler Wind pfeift durch die Brücker Dellstraße, kurz bevor das Rennen gestartet wird. „Schnelle Läufer müssen durch den Mund atmen. Bei dem kalten Wind habe ich mir früher schon mal eine Bronchitis zugezogen“, erzählt Guido Defland, einst ein sehr schneller Läufer des TV Brücken. Wie immer beim Ohmbachseelauf, den sein Verein ausrichtet, ist er als interessierter Zuschauer am Streckenrand. Einen enormen Organisationsaufwand muss der TV immer wieder stemmen, 50 Helfer sind im Einsatz. Erstmals werden in Brücken alle Läufer mit Zeitmesstransponder ausgestattet. Die Laufzeit wird somit nicht mehr per Hand, sondern per Computer gestoppt: „Das erleichtert uns die Arbeit enorm“, sagt Bernhard Becker.

Wer das Rennen machen wird, ist beim Start nicht ganz klar. Favoriten sind Vorjahressieger Maximilian Kries (Jahrgang 1994) und Alexander Köhler (Jahrgang 1997), Sieger des Mitternachtslaufes in Glan-Münchweiler im Vorjahr. Auch der Mehrfachsieger des Ohmbachseelaufs, André Bour (TuS Heltersberg) aus Rutsweiler/Glan, ist dabei. Berufsbedingt hat er sein Trainingspensum allerdings im vergangenen Jahr reduziert. „Ich laufe in der Woche nur noch 30 Kilometer“, berichtet der 43-Jährige und rechnet sich keine großen Siegchancen aus.

Favoriten setzen sich ab

Ortsbürgermeister Pius Klein schickt das Läuferfeld mit einem Startschuss ins Rennen. Schnell setzt sich eine Fünfergruppe mit Kries, Köhler, Bour, Nils Raab und Jens Becker (beide TV Lemberg) vom Rest des Feldes ab. Die Fünfergruppe ist auch noch zusammen, als sie nach etwa drei Kilometern den Ohmbachsee erreicht. Nach fünf Kilometern jedoch wird das Führungsquintett gesprengt: Kries und Köhler erhöhen das Tempo, das die anderen Läufer nicht mehr mitgehen können. Die Entscheidung über den Gesamtsieg fällt bei Kilometer neun: Der Landstuhler forciert nochmal das Tempo, Köhler muss abreißen lassen, so dass sich Kries auf dem letzten Kilometer immer weiter absetzen kann und schließlich mit 22 Sekunden Vorsprung freudestrahlend das Ziel erreicht. Die Stoppuhr bleibt bei 34:01 Minuten stehen – 1:41 Minuten schneller als bei seinem Vorjahressieg. Eine enorme Leistungssteigung.

Lokalmatador Bour kommt als Dritter ins Ziel und ist sehr zufrieden: „Mit meiner Laufzeit von 34:41 Minuten habe ich überhaupt nicht gerechnet. Ich war anderthalb Minuten schneller, als ich selbst erwartet habe“, sagt er. Ausgezahlt habe sich eine Ernährungsumstellung: „Ich esse seit Monaten keinen Zucker mehr und habe dadurch vier Kilo abgenommen.“

Tiger-Apotheke gewinnt Firmenlauf

In der Frauenkonkurrenz ist Natascha Hartel in einer Zeit von 39:18 Minuten Schnellste. Sie lässt die Zweitplatzierte Verena Becker (TV Lemberg) mehr als drei Minuten hinter sich. „Für mich war das lediglich ein Trainingslauf“, berichtet sie. Sie sei ohne große Ambitionen ins Rennen gegangen. Im Vorjahr habe sie den fünf Kilometer langen Schnupperlauf in Brücken gewonnen. Katrin Holzhauser vom TuS Glan-Münchweiler ist die drittschnellste Frau im Feld.

Unter den 83 Läufern des fünf Kilometer langen Schnupperlaufs legte Anne Meier (TV Hinterweidenthal) in 18:33 Minuten die schnellste Zeit hin. Den Schülerlauf, einen Kilometer lang, mit 123 Teilnehmer entschied Jakob Jahn (Jahrgang 2004) vom LAC Pirmasens in 3:21,7 Minuten für sich. Beim Firmenlauf gingen 17 Dreiermannschaften an den Start: Es siegte die Tiger-Apotheke vor der Volksbank Glan-Münchweiler und der Verbandsgemeinde Oberes Glantal.

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