Baumholder
Ökompark Heide-Westrich: So ist der Planungsstand
Fahrt aufgenommen hat zuletzt die Entwicklung des Ökomparks Heide-Westrich. Für das links und rechts der A62 zwischen den Anschlussstellen Freisen und Birkenfeld gelegene Industrie- und Gewerbeareal, das auch Flächen im Saarland einschließt, war ursprünglich eine Größenordnung von 180 Hektar ins Auge gefasst worden.
Auf die Gründung eines Zweckverbandes 1994 und einen ersten rechtskräftigen Bebauungsplan 2003 für ein Teilareal von 50 Hektar folgte zunächst allerdings ein jahrelanger Stillstand. Fehlende „zielführende Entwicklung“ führten denn auch die Verbandsgemeinde Birkenfeld und die Ortsgemeinde Gimbweiler an, um sich 2019 aus dem Zweckverband zurückzuziehen.
Anbindung: Baubeginn im September 2025
Bewegung kam in die Planung erst wieder 2021: Nach langwierigen Verhandlungen willigte das Bundesverkehrsministerium ein, auf der Höhe des künftigen Gewerbegebietes an der A62 eine Anschlussstelle einzurichten. Im Frühjahr 2024 kam dann zwischen dem Zweckverband Ökompark Heide-Westrich und der bundeseigenen Autobahn GmbH eine Vereinbarung zustande über den Bau der Kreuzung. Als Kostenpunkt für die Anschlussstelle Rückweiler samt Autobahnbrücke sind mehr als 13 Millionen Euro veranschlagt, die vom Bund, dem Kreis Birkenfeld und dem Zweckverband zu schultern sind. Der Zeitplan sieht laut Baumholders Verbandsbürgermeister Bernd Alsfasser, der auch Vorsteher des Zweckverbandes ist, einen Beginn der Bauarbeiten für die Anbindung im September 2025 und deren Fertigstellung im Frühjahr 2027 vor.
Parallel sollen auch die Erschließungsarbeiten für das Gewerbegebiet erfolgen, dessen erster Teilabschnitt rund 70 Hektar umfasst. Die Aufstellung eines Bebauungsplanes für den Teil des Gewerbegebiets östlich der A62 hatte der Zweckverband im Herbst 2023 auf den Weg gebracht. In diesem Gremium sind im vergangenen Herbst die Karten neu gemischt worden. Der Landkreis Birkenfeld verfügt seither über zwei Stimmen in der Versammlung.
