Kusel Zusätzlich eine Umrandung in rot und gold

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Der Verbandsgemeinderat hat sich in seiner Sitzung am Donnerstagabend auf die Einführung eines Wappens für die fusionierte Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein geeinigt. 18 Ratsmitglieder stimmten dafür, vier waren dagegen, zwei enthielten sich.

Als Grundlage dient der Vorschlag des Haupt- und Finanzausschusses: Ein viergeteiltes Wappen in schwarz-silber mit blauem Löwen (für die VG Lauterecken) sowie goldenem Wolf, goldenem Wasserrad mit blauem Bachlauf und roter Lyra (für die VG Wolfstein). Zusätzlich – das war schließlich der Kompromissvorschlag von VG-Bürgermeister Egbert Jung – soll das Wappen eine Umrandung in Gold und Rot erhalten, die 14-fach geteilt ist. Mit ihren eigenen Vorschlägen für ein Wappen konnten sich Heinrich Steinhauer (FWG) und Reinhard Wiedemann (SPD) nicht durchsetzen. Wiedemann lag vor allem daran, auch das ehemalige Amt Grumbach abzubilden und zwar durch einen roten Löwen. „Das Amt Grumbach sollte nicht untergehen“, sagte Wiedemann. In einem Schreiben hatte er zuvor schon darauf aufmerksam gemacht, dass bereits die ehemalige Verbandsgemeinde Lauterecken durch eine Fusion entstanden sei und das Amt Grumbach dabei auf die Nennung seines Namens verzichtet habe. So sollte wenigstens heute im Wappen an das Amt Grumbach erinnert werden und zwar mit einem roten Löwen. Für die VG Wolfstein hatte Wiedemann einen gelben Wolf und eine rote Lyra vorgesehen, für die Verbandsgemeinde Lauterecken eben den roten Löwen und ein Dreieck für die Stadt Lauterecken als Sitzgemeinde. Dabei sollte das Wappen senkrecht und waagrecht in vier Felder geteilt werden. Rechts oben postierte Wiedemann den Grumbacher Löwen, darunter das Dreieck für Lauterecken, links oben stehen der Wolf und darunter die Lyra als Symbole für die ehemalige VG Wolfstein. Dem Vorschlag, das ehemalige Amt Grumbach durch eine Umrahmung in den Farben gold und rot zu symbolisieren, wollte Wiedemann nicht zustimmen, da dieses sogenannte Schildbord auch nicht Bestandteil des Grumbacher Amtswappens gewesen sei. Heinrich Steinhauer hingegen wollte ein Wappen mit einem blauen Löwen in Erinnerung an die Veldenz-Grafen, einen Wolf und einen weiteren Löwen für die ehemalige Zugehörigkeit zum Königreich Bayern. Lyra und Mühlrad sollten dafür entfallen. Dass es überhaupt eine Diskussion über ein Wappen gibt, fußt auf einer Bestimmung im Fusionsvertrag der neuen Verbandsgemeinde. Darin ist festgehalten, dass sich die neue Verbandsgemeinde ein Wappen, eine Flagge und ein Dienstsiegel gibt. Darin sollen sich beide früheren Verbandsgemeinden wiederfinden. Auf der Suche nach einem geeigneten Wappenentwurf stand Franz Maier, der Leiter der Abteilung Staatliches Schriftgut beim Landesarchiv Speyer der Verwaltung beratend zur Seite. (dgg)

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