Kusel Zur Sache: Wo ist der Autoscooter? Und wo die Berg- und Talbahn?
60 Jahre. Das muss gefeiert werden, denn solange gibt es das Lauterecker Heimatfest nun schon. Doch gerade im Jubiläumsjahr mussten die Veranstalter mit einigen Schwierigkeiten – vor allem im Vorfeld – kämpfen. Dennoch, der Samstag unter dem Motto „Lauterecken rockt!“ mit der Band „Katana“ im Festzelt war gut besucht und wurde gut angenommen. Viele der Besucher, die den Festplatz betraten, merkten direkt, dass irgendetwas fehlte. „Da waren doch sonst immer noch Autoscooter“, stellen die einen fest, und andere bemerken: „Die Berg- und Talbahn fehlt ja auch.“ Damit habe es folgendes auf sich, erklärt Michael Blauth vom „Event Team Kaiserslautern“, dem Ausrichter des Heimatfestes: „Wir waren am Mittwoch mitten im Aufbau, als uns der Schausteller, der die Autoscooter stellt, absagte.“ Er habe sich zwar noch bei allen anderen Schaustellern auf dem Festplatz erkundigt, ob irgendwie noch eine Alternative zu bekommen sei, doch das war so kurzfristig „und vor allem mitten in der Hochsaison“ nicht mehr möglich. Die traditionelle Berg- und Talbahn habe leider keine TÜV-Abnahme mehr bekommen. Ein weiterer Kritikpunkt vieler Gäste (auch auf der Lauterecker Facebookseite) war ein kleineres Zelt als früher üblich. „Wir kriegen aber ein so großes Zelt nicht mehr voll. Außerdem ist das alles auch mit großen Kosten verbunden“, erklärt Blauth. Dafür sind Biergarten und Weindorf vor dem Zelt nun etwas vergrößert worden und wurden am Samstagabend bei bestem Wetter auch gerne von den Besuchern genutzt. Die Familien Schmidt und Schillinger sind derzeit auf dem Campingplatz in Lauterecken zu Gast und besuchten das Heimatfest nach einer Radtour. Sie sind begeistert von der Region und freuen sich auf einen schönen Abschluss auf dem Fest. „Wir kommen aber später noch mal zurück“, erzählen sie, „das hier war bloß zur Probe für später.“ Auch im Zelt füllt es sich nun allmählich. Im Zuge des Kindernachmittags zeigten die kleinen Tänzerinnen des HKV, was sie können. Auch eine kleine Kinderzaubershow wurde dargeboten. Wer sich dazwischen stärken wollte, konnte dies beim neuen Caterer im Festzelt machen. Rainer und Laura Matz, die in Erfenbach auch ein Barbecue-Restaurant betreiben, kümmerten sich um das leibliche Wohl im Zelt. So gibt es nicht nur die „üblichen“ Gerichte im Festzelt, sondern auch Pulled Pork Sandwiches oder „Blackened Chicken“. „Wir bieten halt mal was anderes an“, sagt Rainer Matz. „Da wir schon lange mit dem ,Event Team` zusammenarbeiten und auch am Oktoberfest hierher kommen wollen, hat sich das angeboten“, fährt er fort. Er ist zuversichtlich, dass die weiteren Tage des Heimatfestes auch gut werden. Langsam aber sicher füllt sich das Gelände, vor allem draußen sitzen bei angenehmen Sommertemperaturen viele Besucher bei kaltem Bier oder Wein. Das Glanzlicht des Tages sollte schließlich noch folgen. Die junge Coverband „Katana“ sollte dem ebenfalls jungen Publikum noch richtig einheizen. Ob Rock`n`Roll oder Tanz-Beats – für jeden sollte etwas dabei sein. Blauth zieht für den Samstagabend ein positives Resümee: „Als es draußen abkühlte, wurde das Zelt immer voller und wir haben auch viele jüngere Besucher gehabt, das war gut.“ |uck