Kusel Zur Sache: Der Borkenkäfer

An passenden Standorten und bei optimalen Klimabedingungen haben gesunde Fichten kaum Probleme, sich gegen Borkenkäfer durchzusetzen. Allerdings sind große Fichtenbestände inzwischen häufig zum Borkenkäferbiotop geworden. Rund 150 Arten von Borkenkäfern sind in Europa bekannt. In den heimischen Revieren sind vor allem Buchdrucker und Kupferstecher aktiv, die ihre Namen von den charakteristischen Fraßbildern der Larven haben. Die Käfer überwintern in Stämmen oder Holz am Boden und schwärmen ab April aus. Geschwächtes Holz zieht sie besonders an. Die Käfer bohren sich durch die Rinde und legen dahinter Brut- und Fraßgänge an. Dabei beschädigen sie die lebensnotwendig Leitungsbahnen für Nährstoffe der Bäume, den Bast. Wird diese Versorgungsleitung zwischen Wurzel und Krone stark beschädigt, sterben die Bäume ab. Die Weibchen legen jeweils bis zu 60 Eier ab. Nach etwa zwei Monaten entwickeln sich daraus neue Käfer.
