Kusel Zur Sache: Das Programm des Herbstkonzerts

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Der Musikverein Kusel und der Orchesterverein Idar-Oberstein laden für Samstag, 19. November, 20 Uhr, ein zum traditionellen Herbstkonzert des Westpfälzischen Symphonieorchesters in der Fritz-Wunderlich-Halle Kusel. Auf dem Programm stehen zwei große Werke der musikalischen Weltliteratur. Ludwig von Beethoven war einer der wichtigsten Wegbereiter für die Individualisierung der Musik. Das fünfte und letzte Klavierkonzert entstand 1808/1809. Beethovens Zeitgenossen deuteten das Werk als Darstellung des Aufstiegs eines Helden. Tatsächlich hatte der Komponist schon öfter bei heroischen Themen die Tonart Es-Dur gewählt, zum Beispiel in der 3. Symphonie, der Eroica. Besonders der erste Satz des Klavierkonzerts demonstriert den kraftvoll-energischen Charakter. Das Anliegen Beethovens zeigt sich schon durch die exorbitante Länge dieses Satzes. Sie übertrifft sogar den Satzumfang der 9. Symphonie. Das choralartige Thema des zweiten Satzes wurde als Gesang frommer Wallfahrer gedeutet, während der dritte Satz melodienreich und volkstümlich daherkommt. Im Gegensatz zu Beethoven war Peter Tschaikowsky das Volkstümliche fremd. Als Mitglied russischer Komponistenvereinigungen stand er eher isoliert da. Man warf ihm vor, das russische Idiom zu wenig zu pflegen. Stattdessen ließ er sich von Mozart, Mendelssohn und Schumann inspirieren. Seine Ballettsuite „Schwanensee“ entstand 1875 und 1876. Nach Leo Délibes „Coppelia“ von 1870 gilt Schwanensee als eines der ganz wenigen ernstzunehmenden Handlungsballette dieser Zeit. Es entführt in eine märchenhafte Traumwelt. Berühmt wurde es aber nicht nur durch die Handlung, sondern vor allem durch eingefügte Versatzstücke: nationale Tänze und insbesondere der zu einem echten Evergreen gewordene Schwanenwalzer. Info Kartenvorverkauf in der Paracelsus-Apotheke Kusel. Kartenvorbestellungen unter 06381 3205, freie Platzwahl. |rhp

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