Kusel Zukunftswerkstatt: „Nur drei Ärzte da“

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Kusel. Die Verbandsgemeinden Kusel, Altenglan und Lauterecken-Wolfstein haben die Kritik von Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler wegen des Stillstands bei der Zukunftswerkstatt zur ärztlichen Versorgung zurückgewiesen. Sie beklagen ihrerseits mangelndes Interesse der Ärzte an diesem Projekt und sehen ohnedies hier die Kassenärztliche Vereinigung in der Pflicht.

Bätzing-Lichtenthäler hatte gegenüber der RHEINPFALZ beklagt, dass die Region Kusel eine von zweien sei, in denen das Projekt Zukunftswerkstatt nicht vorangekommen sei. Nach der Auftaktveranstaltung sei nichts mehr passiert. In den übrigen 18 Projektregionen werde fleißig an Ideen für die künftige Versorgung gearbeitet. Die Verbandsgemeinde Kusel sei nicht einmal mehr beim zentralen Treffen der Projektregionen vertreten gewesen. Kusels Bürgermeister Stefan Spitzer sagte in einem Telefonat mit der RHEINPFALZ, in der Verbandsgemeinde sei ihm sowohl bei den Haus- wie auch den Fachärzten für die Zukunft nicht bange. Zudem habe man hier das Westpfalz-Klinikum. Folglich stelle sich das Thema in der Verbandsgemeinde Kusel nicht mit der Dringlichkeit wie in anderen Verbandsgemeinden. Spitzer kritisierte zudem, dass von 20 eingeladenen Ärzten gerade einmal drei zur Auftaktveranstaltung gekommen seien. Daher habe man sich da nicht weiter engagiert. Allerdings führe er weiterhin „informelle Gespräche mit Ärzten“. Die Nicht-Teilnahme der Ärzte an der Auftaktveranstaltung führen auch Altenglans Bürgermeister Roger Schmitt sowie Lauterecken-Wolfsteins Beigeordneter Andreas Müller als einen der Gründe an, warum das Projekt nicht vorangekommen sei. Ohnedies sei die ärztliche Versorgung weniger Aufgabe der Verbandsgemeinden als eine der Kassenärztlichen Vereinigung. Die habe, ebenso wie Bund und Land, das Problem verkannt, weil man die Altersstruktur der Ärzte nicht ins Kalkül gezogen habe. „Insofern sind wir nicht bereit, die Versäumnisse der Landesregierung mitzutragen.“ Beide erklären außerdem, die Auftaktveranstaltung habe gezeigt, dass die Zukunft der ärztlichen Versorgung im Kreis nur über Medizinische Versorgungszentren sicherzustellen sei. Abgesehen von rechtlichen Hürden für ein Engagement der Verbandsgemeinden bei solchen Zentren, könnten diese angesichts ihrer Haushaltslage auch nur wenig zu den Baukosten von rund drei Millionen Euro beitragen. |wop

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