Kusel Zigtausend Bänder schmücken den Kerwestrauß
Fest wurde auch in diesem Jahr wieder die Miesauer Kerwe gefeiert. Dafür sorgten nicht zuletzt der Sportverein 1912 Miesau und die Straußbuben und –mädchen.
Die Straußbuben und Straußmädchen von Miesau hatten nicht nur in den zurückliegenden Wochen zigtausend farbige Bänder zu einem bunten, rund sechs Meter langen Kerwestrauß geknüpft. Am vergangenen Kerwesonntag kam er dann endlich zum Einsatz. Unter großen Jubelrufen auf die Miesauer Kerwe wurde das gute Stück an der Turn- und Festhalle befestigt. Aber nicht nur für den herrlichen Kerwestrauß hatte die Straußjugend gesorgt, sondern auch ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt auf die Beine gestellt. Eröffnet wurden die fünf Kerwetage am Freitagabend mit einem Schlachtfest im Sportheim des SV Miesau. Parallel dazu fanden zwei Fußballbegegnungen auf dem Sportfeld statt. Die Ü 50 Miesau spielte gegen Erzenhausen. Ein Unentschieden (3:3) ließ bei niemandem Unmut aufkommen. Die AH-Fußballer gewannen gegen die SG Gries/Steinbach mit 4:0. Beim Kerwespiel am Samstag trennten sich die Aktiven Spieler des SV Miesau mit einem 4:1 von der Spielgemeinschaft Gries/Steinbach. Aber nicht nur auf dem Sportplatz ging es zur Sache. Beim Kerwerock am Abend im Sportheim kochte die Stimmung hoch. Einer der Höhepunkte der Kerwe war natürlich der Kerweumzug der Straußbuben und –mädchen am Sonntagnachmittag durch die Straßen von Miesau mit anschließender Kerwerede. Dabei waren auch die Straußkinder mit eigenem Kerwestrauß. Musikalisch begleitet wurde die Parade vom Musikverein Schallodenbach. Nach dem Aufstecken der beiden Kerwesträuße hielt Kai Hasemann die mit Spannung erwartete Kerwerede, die immer wieder von „Hochrufen“ unterbrochen wurde. Die Besucher bummelten aber nicht nur über den gut beschickten Kerweplatz mit Fahrgeschäften und Imbissständen, sondern auch in den Miesauer Fachgeschäften, die ihre Türen geöffnet hatten und Kerweangebote präsentierten. In der ehemaligen Eisdiele von Paolo in der St.-Wendeler-Straße stellten die vier Hobbykünstlerinnen Traudel Müller, Heidi Müller, Hilde Angelstein und Christel Hoppe ihre Werke aus. Im Anwesen Brill erinnerten Fotos in Schwarz-weiß und Farbe an die zurückliegenden Dorfkerwen ab den 1950er-Jahren. Frühschoppen, Mittagstisch und Dämmerschoppen am Kerwemontag und Heringsessen am Dienstag im Sportheim ließen die diesjährige letzte Kerwe im Landkreis Kaiserslautern ausklingen. (amk)