Kusel Wetter und Religion spielen eine Rolle

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Es ist eine gute alte Tradition: Besonders zu Allerheiligen und am Totensonntag legen Angehörige Gestecke auf den Gräbern ihrer Verstorbenen nieder. Die RHEINPFALZ hat mit Blumenhändlern aus der Region darüber gesprochen, was zu diesem Anlass gefragt ist.

„Momentan ist die Nachfrage geringer, da es noch so warm ist“, erzählt Mandy Rheinheimer, Inhaberin der Blumenstube in Wolfstein. Deshalb könne man aktuell noch nicht so gut sagen, in welche Richtung der Trend bei Gestecken in diesem Jahr gehe. Wegen der milden Temperaturen werde die Sommerbepflanzung häufig noch auf den Gräbern gelassen. Rheinheimer: „Viele Sachen sind jetzt noch schön oder werden sogar erst schön. Außerdem ist das alles ja auch immer eine finanzielle Frage.“ Generell sei es so, dass Katholiken eher an Allerheiligen Gestecke niederlegten und Protestanten an Totensonntag. „Wenn es jetzt aber schon so kalt gewesen wäre, dass die Sommerbepflanzung überall kaputt wäre, dann wären erfahrungsgemäß auch Protestanten schon zu Allerheiligen vorbeigekommen.“ In der „Die Blume – Creativwerkstatt“ in Schönenberg-Kübelberg hat man zu Allerheiligen und Totensonntag viel zu tun. Inhaber Timo Jaworski: „Bei uns sind immer natürliche Farben gefragt. In diesem Jahr haben wir vermehrt dreieckige und elliptische Gestecke im Angebot. Das lief eigentlich sehr gut an. Sonst sind aber auch Herz- oder Kreuzformen immer beliebt.“ Oft würden heutzutage eher kleinere Gestecke gekauft, da die Tendenz immer häufiger zum Urnengrab gehe und dort einfach weniger Platz sei. Dennoch gebe es auch in dieser Größe zahlreiche Variationen. „Ganz egal, ob mit oder ohne Wachsrose – es gibt viele Möglichkeiten“, betont Jaworski. Was das Wetter betrifft, so pflichtet der Blumenhändler Mandy Rheinheimer bei: „Wenn es kälter ist als dieses Jahr, kommen die Kunden schon früher. Bei wärmeren Temperaturen warten sie meist bis kurz vor knapp.“ Dass die Nachfrage nach Grabgestecken bei milderem Wetter später einsetzt, kann auch Thomas Clos, Geschäftsführer von Blumen Clos in Altenglan bestätigen: „Früher lief das schon etwas eher an. Da hatte man Ende September den ersten Frost. Vergangenes und dieses Jahr war es deutlich länger warm und dadurch werden die Gestecke erst später gekauft. Dafür zieht sich das Geschäft aber mittlerweile bis Weihnachten.“ Spätestens kurz vor Allerheiligen aber werde die Nachfrage – besonders bei der katholischen Kundschaft – stärker. Beim Stil des Schmucks haben sich auch in Altenglan Naturfarben etabliert. Hin und wieder greife die Kundschaft aber auch zu Pastelltönen wie Lila oder Rosa. Beim Grün seien in diesem Jahr die verschiedenen Heide-Sorten gefragt, so zum Beispiel die Baumheide. Was die Form der Gestecke angeht, so setze die Kundschaft allerdings eher auf Bewährtes. Beliebt ist auch in Altenglan das Herz. Clos: „Klassische Sachen gehen erfahrungsgemäß eigentlich immer.“ (laf)

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