Kusel Wegge-Schloss-en

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Lautereckens Stadtbürgermeister Heinrich Steinhauer und sein Sekundant Günter Lüers geben nicht auf. Um ihrer Forderung nach weiteren Subventionen für das Veldenz-Schloss Nachdruck zu verleihen, sind sie hinter Schloss und Riegel in den Hungerstreik getreten.

Im Veldenzturm haben sich beide schwedische Gardinen einbauen lassen, die Kosten sind über einen Nachtragshaushalt finanziert. Der Stadtrat hat in der jüngsten Sitzung seine Zustimmung signalisiert. Vor allem die SPD-Spitze unterstützte den Vorschlag vehement, dass beide von nun an unbeachtet von der Öffentlichkeit im Verließ des Veldenzturmes ihre Demonstration gegen Landesregierung und Rechnungshof fortsetzen. „Unser Protest ist eine angemessene Reaktion auf die Totsparer in Mainz und ganz im Sinne der Grafen von Veldenz“, beteuert Steinhauer gegenüber der RHEINPFALZ vor seinem Gang in den Kerker. Und Lüers ergänzte: „Die Grafen wären stolz auf uns, könnten sie unseren Kampf für ihr Erbe noch miterleben.“ Ihren friedlichen Protest bei Wasser und Brot wollen beide solange fortführen, bis das Mainzer Innenministerium einsichtig wird. „Die werden uns schon nicht verhungern lassen, vorher lenken die ein“, zeigt sich Steinhauer überzeugt vom Gelingen des Plans. Das Land könne es sich gar nicht leisten, das Leben von zwei Kämpfern für Heimat und Tradition aufs Spiel zu setzen wegen ein paar Millionen Euro. „Wir müssen nur lange genug durchhalten; wichtig ist, dass wir viel trinken“, meint Lüers, der auch den Zeitpunkt für die Protestaktion richtig gewählt sieht, da es jetzt in Richtung Frühjahr und Sommer gehe, es also immer wärmer werde und man dann im kühlen Turmkeller auf Zusatzheizung verzichten könne. Das schone auch den Etat der Stadt, wenn das Gemäuer nicht mehr beheizt werden müsse. „Man kann uns also nicht vorwerfen, dass wir das Geld, das wir nicht haben, unverantwortlich und mit vollen Händen aus dem Fenster werfen“, unterstreicht Steinhauer seinen Sparwillen. Die erste Nacht mit Günter Lüers gemeinsam im Turmkeller sei sehr romantisch gewesen, schwärmt Steinhauer. Zeitweilig hätten sie sogar miteinander gekuschelt, weil es ohne Heizung oder Lagerfeuer halt doch schweinekalt gewesen sei. Zudem habe man bei Kerzenschein „Mensch ärgere dich nicht“ gespielt und von vielen Millionen Euro aus Mainz geträumt.

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