Kusel „Wege finden, Menschen zu unterstützen“

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Altenglan. Irgendwann im Frühjahr/Sommer 2016 keimte in Arno Heeling erstmals der Gedanke, als Bürgermeister zu kandidieren – auch, weil er von mehreren Leuten angesprochen worden sei, erzählt er. Die Idee wurde konkreter und konkreter; und nun ist Heeling, nicht Parteimitglied, aber „schon immer SPD-nah“, Kandidat der Sozialdemokraten für das Bürgermeisteramt der künftigen Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan.

„Das war schon ein wichtiger Schritt – immerhin verschiebe ich damit meinen Lebensabend um ein paar Jahre“, sagt der Leiter der Polizeiinspektion Lauterecken, der jüngst 58 Jahre alt geworden ist. Im Polizeidienst hätte er in zwei, drei Jahren in den Ruhestand gehen können; sollte er Bürgermeister werden, stehen ihm noch acht Berufsjahre bevor. Interesse an Politik und bürger-schaftlichem Engagement habe er schon immer gehabt, erzählt der Patersbacher. Doch gescheitert sei das lange an seinen wechselnden Einsatzorten – und zum Teil langen Arbeits- und Fahrtzeiten. Erst seit er 2010 die Leitung der Lauterecker Polizei übernommen habe und damit heimatnah arbeite, habe er sich einbringen können. „Ich wusste, dass ich trotz fehlender handwerklicher Fähigkeiten Fertigkeiten für Organisation und Unterstützung mitbringe.“ Also wirkte er in seiner Heimatort mit, mehr und mehr, wurde im Zuge der Dorferneuerung Moderator des Arbeitskreises Touristik. „Irgendwie hat dann eins das andere ergeben“, erzählt er lachend. „Ich kann mit Menschen“, nennt er eine seiner Grundeigenschaften, von denen er überzeugt ist, dass sie im Bürgermeisteramt sehr gut helfen können. „Die Bürger, die mit mir in meinem Polizeiberuf zu tun hatten, dürften recht zufrieden mit mir gewesen sein“, sagt er. Er sei ein Teamarbeiter, der zusammenführe, der aber gegebenenfalls auch alleine Entscheidungen treffe und ihre Konsequenzen trage. „Der größte Fehler ist, immer auf Zuständigkeiten zu verweisen und sich dahinter zu verstecken. Stattdessen muss man Wege finden, die Region und die Menschen zu unterstützen.“ Das sei eine wesentliche Aufgabe eines Verbandsbürgermeisters. Oft reiche es, wenn man Kontakte herstelle, Menschen zusammenbringe, um Probleme zu lösen. Er erzählt aus seinem Wahlkampf, als es um eine marode Mauer ging und der Ortsbürgermeister gar nichts wusste von den Problemen eines Mitbürgers. Er, Heeling, habe sie miteinander ins Gespräch gebracht – nun zeichne sich eine Lösung ab. Ohnedies betont der Vater einer erwachsenen Tochter, wie wichtig Netzwerken sei. „Das ist ein Faible von mir.“ Genetzwerkt hat er auch in seinem Beruf als Polizist, den er im Juli 1975 ergriffen hat. Zu seinen schönsten Erlebnissen gehörte die Fußball-WM 2006 in Kaiserslautern, bei der er als Pressesprecher des Polizeipräsidiums im Einsatz war. Selbst hat er auch Fußball gespielt – dies aber bald seiner großen Passion, dem Schwimmsport geopfert. Er engagierte sich in der DLRG, schwamm bei Wettkämpfen, spielte zwischendurch sogar mal Wasserball, war Ausbilder, Trainer und Funktionär, gab und gibt auch heute wieder (in seiner privaten Schwimmschule) Unterricht. Ein zweites Projekt, das ihm sehr am Herzen liegt: sein auch berufliches Engagement im Bodelschwingh-Zentrum in Meisenheim, bei dem es um Prävention für behinderte Menschen geht. Podiumsdiskussion Arno Heeling und sein Mitbewerber Stefan Spitzer haben für die RHEINPFALZ-Podiumsdiskussion am Donnerstag, 27. April, 19 Uhr, im Sitzungssaal der Kreissparkasse Kusel (Eingang Rotenturmweg) zugesagt. Der Eintritt ist frei; allerdings können nicht mehr als 300 Interessierte teilnehmen.

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