Kusel Voba Lauterecken: Quorum für Fusion gerade so erreicht

Lauterecken. Die geplante Fusion der Volksbanken Glan-Münchweiler und Lauterecken hätte um ein Haar beerdigt werden müssen. Bei einer nicht-öffentlichen Vertreterversammlung der Lauterecker Genossen kam nur knapp die notwendige 75-prozentige Zustimmung zur Fortsetzung der Fusionsvorbereitungen zustande. Entsprechende RHEINPFALZ-Informationen hat Vorstand Joachim Wagner bestätigt.
Bei einer Probeabstimmung – die eigentliche Abstimmung über die Fusion steht im nächsten Jahr an – sprachen sich 51 Vertreter für die Fortsetzung der Verhandlungen aus, 17 versagten ihre Zustimmung. Eine Nein-Stimme mehr und die Fusion hätte die 75 Prozent Zustimmung verpasst, die im nächsten Jahr notwendig ist, um die Fusion Realität werden zu lassen. „Dann hätten wir die Verhandlungen auch nicht weiter fortgeführt“, sagte Wagner auf RHEINPFALZ-Nachfrage. Wagner, sein Vorstandskollege Klaus Gerber und Sabine Mack, Vorstandsmitglied in Glan-Münchweiler, hatten umfassend über den Stand der Fusionsverhandlungen informiert. Dennoch blieben für Kritiker offenbar Fragen offen. Sie wollten unter anderem eine Garantie dafür, dass sich in Sachen Personalbestand speziell in Lauterecken sowie Filialnetz in den nächsten zehn Jahren nichts ändert; eine Garantie, die Mack ihnen nicht geben konnte. Dass im Zuge der Fusion Filialen der Lauterecker Genossen geschlossen werden, hält Wagner aber für abwegig. Immerhin habe die Bank zuletzt viel Geld in die Modernisierung ihrer Zweigstellen investiert. Doch was in einigen Jahren sei, könne man jetzt auch noch nicht sagen. Zudem sei nur der Abbau von acht Stellen bei beiden Banken zusammen geplant – allesamt durch natürliche Fluktuation. Wagner sagte, er und sein Kollege Gerber seien nunmehr dabei, mit den Kritikern Gespräche zu führen und auf deren Vorbehalte einzugehen. |wop