Kusel Trägerschaft für Kindergärten auf dem Prüfstand

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LAUTERECKEN/WOLFSTEIN. Kindergärten, Gebühren, Feuerwehr, Schulen, Fremdenverkehr – das sind die Themen, die Egbert Jung, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein, in diesem Jahr beschäftigen werden.

Begonnenes wird fortgesetzt, Neues auf den Weg gebracht. Zu Letzterem gehört ein Tourismuskonzept für die neue Verbandsgemeinde. Tourismusfachkraft Kathrin Bürthel habe es ausgearbeitet, teilt Jung mit. Allerdings müsse über diesen ersten Entwurf noch mit dem Wirtschafts- und Fremdenverkehrsausschuss diskutiert werden. Insofern könne er momentan noch keine konkreten Informationen zum Konzept geben, gibt sich der Bürgermeister zurückhaltend. Nicht mit Eile, dafür aber mit Akribie wird an der Zusammenführung der Gebühren für Wasser und Abwasser gearbeitet. Der Fusionsvertrag lässt dafür bis zu zehn Jahre Zeit. Einheitliche Gebühren werde es sicher vor 2017 nicht geben. Der Arbeitsaufwand dafür sei enorm, zumal auch darüber nachgedacht werde, ob in diesem Zusammenhang wiederkehrende Beiträge eingeführt werden sollten. Für Jung haben wiederkehrende Beiträge einen „gewissen Charme“, er weiß aber auch, dass dieses Vorhaben nicht überall auf Wohlwollen stoßen wird. Im Bereich des Straßenbaues werde das Prinzip der wiederkehrenden Beiträge ja durchaus schon praktiziert. Wenn man es auch auf die Gebühren für die Bereiche Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung übertragen wolle, müssten alle Grundstücke komplett erfasst werden, beschreibt Jung den immensen bürokratischen Aufwand, der hinter einer Umstellung des Gebührensystems steht. Zunächst aber sei das nicht das Thema. Momentan sei man dabei, die Beitragsentwicklung für die nächsten Jahre modellhaft zu berechnen, um zu sehen, wie sich die Gebührensituation für den Einzelnen entwickele. Ein Thema zum nachdenken wird Jung den Ortsbürgermeistern demnächst mit auf den Weg geben. In einer der kommenden Ortsbürgermeisterbesprechungen will er die Trägerschaft der Kindergärten zur Diskussion stellen. Zurzeit stellt sich die Situation so dar, dass die Kindergärten in der früheren Verbandsgemeinde Lauterecken in Trägerschaft der Orts- oder Kirchengemeinden sind, im Bereich Wolfstein hingegen ist die Verbandsgemeinde der Träger. In einer Trägerschaft der VG sieht Jung vor allem den großen Vorteil im Personaleinsatz, beispielsweise lasse sich eine Vertretung im Krankheitsfall dann leichter organisieren. Jung betont allerdings: „Es gibt keinen Zeitdruck.“ Überprüft werden soll in diesem Jahr das Feuerwehrkonzept. Sicher sei, dass die Hauptstützpunkte Lauterecken und Wolfstein bestehen bleiben. Die Ausrückegemeinschaften sollen anhand der Fahrzeugbestände bewertet werden, um einen optimalen Einsatz gewährleisten zu können. Derzeit sieht es laut Jung nicht nach einer Schließung irgendeiner Einheit wegen Personalmangels aus. In der Grundschule Lauterecken sei mittlerweile der räumliche Engpass beseitigt. Wegen der gestiegenen Schülerzahl habe man größere Klassen gebildet und die Bücherei als zusätzlichen Klassenraum hergerichtet. „Dass die Schulleitung damit nicht unbedingt glücklich ist, ist mir klar“, bekennt Jung. Er macht darauf aufmerksam, dass man für die Zukunft auch über einen neuen Zuschnitt der Schulbezirke nachdenken müsse. Das werde auf jeden Fall ein Thema im Schulträgerausschuss sein. Gespräche müsse man auch mit der Verbandsgemeinde Rockenhausen führen, da Schüler von dort die Grundschule Nußbach besuchten. Ein anderer Zuschnitt bedeute allerdings nicht zwangsläufig die Schließung eines Schulstandortes. „Wir haben ausreichend Schüler, so dass derzeit kein Standort gefährdet ist“, beruhigt Jung. Auf den neuesten Stand der Elektrotechnik soll die Grundschule Lauterecken gebracht werden. 250.000 Euro sind dafür im Haushalt vorgesehen. Die Schule wird komplett neu verkabelt – das reicht von der Steckdose bis zum Computerarbeitsplatz. Was das Rüllbergbad angeht, wünscht sich Jung einen möglichst schnellen Baubeginn. Die einzelnen Aufträge sind erteilt. Am Dienstag, 13. Januar, sei eine Besprechung mit den Unternehmen angesetzt. Wenn der Winter keinen Strich durch die Rechnung macht, dann könnte das Bad vielleicht nicht gleich zu Beginn der Saison im Mai wieder öffnen, aber auch nicht viel später. (dgg)

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