Kusel Spenden allein reichen nicht aus

Bei einer Bürgerversammlung konnten sich Interessierte am Dienstagabend einen Überblick verschaffen, wie es aktuell um den SV Rammelsbach steht. Nachdem das Sportheim an Weihnachten komplett niedergebrannt ist (wir berichteten mehrfach) bemühen sich die Verantwortlichen derzeit um die sportliche Zukunft des Vereins. Sportvorstand Thomas Hudak erklärt auf Anfrage der RHEINPFALZ, welche Hilfsangebote den Verein bereits erreicht haben.
Rund 80 Menschen waren zu der Versammlung gekommen, um sich über die aktuelle Situation des SV Rammelsbach zu informieren. Seit dem Brand im Sportheim erreichten den Verein bereits mehrere Hilfsangebote. „Die Spendenbereitschaft ist groß“, freut sich Thomas Hudak, Sportvorstand des SVR. „Bis jetzt haben wir schon Trikotspenden – sowohl für die Herren, als auch für die Jugend – von drei verschiedenen Firmen erhalten. Auch finanzielle Unterstützung haben wir bereits erfahren. Auf dem Spendenkonto befinden sich aktuell rund 4200 Euro“, informiert Hudak. Doch dieses Geld reicht bei weitem nicht aus, denn der Sportverein hat aktuell ein großes Problem: „Die Brandruine ist derzeit eine große Belastung. Weil bis auf die Bodenplatte alles abgerissen, der Schutt aber gesondert entsorgt werden muss, stehen alleine für Abriss und Entsorgung Kosten von 15.000 bis 20.000 Euro im Raum“, erklärt das Vorstandsmitglied. Daher hege man von Vereinsseite die Hoffnung, dass sich jemand finde, der beispielsweise Container zur Verfügung stelle, oder den Verein bei der Entsorgung unterstütze. Denn die derzeitige Spendensumme reicht zum einen nicht aus, um diese Kosten zu tragen und soll zum anderen auch einem anderen Zweck zugutekommen: „Dieses Geld soll die Zukunft des Vereins sichern. Es wäre also tragisch, wenn wir alles für den Abriss und die Entsorgung ausgeben müssten.“ Hilfsangebote haben den gebeutelten Sportverein aber bislang aus den unterschiedlichsten Richtungen erreicht. So scheint beispielsweise Hilfe aus Mainz bereits in greifbarer Nähe zu sein: „Wir haben beim Verein ,Mainz 05 hilft’ einen Antrag auf Unterstützung gestellt. In der kommenden Woche wird diesbezüglich in Mainz ein Gespräch stattfinden und wir hoffen auf ein positives Ergebnis“, informiert Hudak. Eine Unterstützung von „Mainz 05 hilft“ wäre aber nicht finanzieller Natur, sondern würde wahrscheinlich aus Sachspenden wie Trainingsmaterial oder Sportgeräten bestehen. Auch andere Fußballclubs haben bereits Unterstützung angeboten: „Die ersten Vereine, die uns Hilfe in Form eines Benefizspiels angeboten haben, waren der SV Morlautern und der FK Pirmasens. In dieser Woche kam außerdem die Zusage vom 1. FC Kaiserslautern. Wir freuen uns sehr über jedes einzelne Angebot und nehmen sie natürlich dankend an“, sagt Hudak. Denkbar sei es, eine Regionalauswahl gegen die Profis des FCK antreten zu lassen. Man müsse aber abwarten, welche Vorstellungen man in Kaiserslautern von einem solchen Spiel habe. „Was den FK Pirmasens und den SV Morlautern angeht, könnte ich mir vorstellen, ein Vorbereitungsturnier vor dem Start in die nächste Spielzeit zu organisieren – vielleicht können wir ja auch noch den ein oder anderen weiteren interessanten Verein als Teilnehmer gewinnen“, hofft der Sportvorstand. Stattfinden sollen die Spiele „natürlich in Rammelsbach“. Wie man das fehlende Sportheim – und damit fehlende Umkleidekabinen und Duschen – kompensieren will, ist aber noch nicht ganz klar. „Bis dahin werden wir aber eine Lösung für dieses Problem finden“, ist sich Hudak sicher. Man wolle auf jeden Fall in Rammelsbach spielen. „Es sei denn, der FC Bayern meldet sich jetzt auch noch und bietet ein Benefizspiel an – dann gehen wir vielleicht doch nach Pirmasens“, fügt Hudak augenzwinkernd hinzu. |dbu