Kusel Silvester-Feuerwerk: Viele Kuseler für Verbot in Innenstädten

Feuerwerk zu Silvester: Sieht schön aus, wird aber immer teurer und belastet Mensch und Tier. Wegen der Feinstaubbelastung wird
Feuerwerk zu Silvester: Sieht schön aus, wird aber immer teurer und belastet Mensch und Tier. Wegen der Feinstaubbelastung wird der Ruf nach Verboten lauter.

Am heutigen Freitag beginnt der Verkauf von Feuerwerkskörpern. Mit einer Umfrage in Kusel wollten wir von Passanten wissen, wie sie zur Silvester-Knallerei stehen.

Kerstin Kraemer

wohnt in der Nähe von Köln und stammt aus St. Julian. Sie habe früher, als ihre Kinder noch klein waren, hin und wieder für Silvester ein Sortiment an Feuerwerkskörpern gekauft. Jetzt ist sie gegen Silvesterfeuerwerke: „Die Knallerei ist doch eine ganz schöne Belastung für unsere Katzen.“ Sie sperre ihre beiden Katzen in einen Raum, in dem sie nichts von dem Feuerwerk mitbekämen und nicht leiden müssten. Sie ist auch für ein Verbot in den Innenstädten: „Von unserem Balkon können wir die Kölner Innenstadt sehen. An Silvester sehen wir nach dem Feuerwerk große Nebelschwaden an Rauch“, sagt sie. Das könne angesichts der Feinstaubbelastung nicht gesund sein. Der Bedesbacher Michael Detzen hat vor zwölf Jahren das letzte Mal Raketen gekauft: „Jetzt ist mir das Geld einfach zu schade dafür, um es einfach in die Luft zu blasen“, sagt er. Gegen ein Verbot in Innenstädten hat er auch nichts einzuwenden. „Aber wenn es eingeführt wird, soll dies für ganz Europa gelten.“ Deutschland wolle in Sachen Umwelt wie bei Fahrverboten in Innenstädten der Musterknabe sein und damit die ganze Welt retten. Dies finde er übertrieben.

"Darunter leiden auch Tiere in der freien Natur"

Kurt Königstein

aus der Potzberg-Gemeinde Neunkirchen kauft „schon seit mehr als 20 Jahren keine Feuerwerkskörper. Denn das ist mir einfach zu teuer“. Das eingesparte Geld könne sinnvoller ausgegeben werden. Er würde ebenfalls ein Verbot in Innenstädten gutheißen – unter der Voraussetzung, dass es europaweit eingeführt wird. Laura Möller, ebenfalls aus Neunkirchen, ist „überhaupt kein Fan von der Knallerei“, denn darunter litten nicht nur viele Haustiere, sondern auch Tiere in der freien Natur. Sie ziehe es vor, zum neuen Jahr mit einem Glas Sekt anzustoßen. Sie würde es ebenfalls begrüßen, wenn das Silvesterfeuerwerk eingeschränkt und in Innenstädten ganz verboten wird.

"Geldverschwendung und große Umweltbelastung"

Gisela Schmitt

aus Rammelsbach findet, dass „Silvesterfeuerwerke nur etwas für junge Leute sind. Aus diesem Alter bis ich schon lange raus“. In ihrem Wohnort Rammelsbach gebe es an Silvester genug Feuerwerk, da brauche sie nicht auch noch etwas dazu beizutragen. Mittlerweile werde es ohnehin übertrieben, findet sie: „Das ist schon ein Wahnsinn, wie viel Geld dafür ausgegeben wird.“ Kurz vor Mitternacht gehe sie aber nach draußen und schaue sich das Schauspiel am Himmel an. Ein Verbot für Innenstädte wäre wegen der Umweltbelastung sicher sinnvoll, meint sie. Sebastian Krennerich aus Ulmet hat sich das letzte Mal am Silvesterfeuerwerk beteiligt, als „ich noch ein Junge war“. Heute meint er, dass das Feuerwerk eine Geldverschwendung sei und eine große Umweltbelastung darstelle. Da durch ein Verbot in Innenstädten die Feinstaubbelastung verringert werden könne, würde er dies uneingeschränkt begrüßen, sagt er.

Kerstin Kraemer.
Kerstin Kraemer.
MichaelDetzen.
Michael Detzen.
Kurt Königstein.
Kurt Königstein.
Laura Möller.
Laura Möller.
GiselaSchmitt.
Gisela Schmitt.
SebastianKrennerich.
Sebastian Krennerich.
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