Kusel Nils erklärt: Warum Menschen zur Dialyse müssen

Wenn bei einem Menschen die Nieren nicht mehr richtig oder gar nicht mehr funktionieren, können Giftstoffe nicht mehr über den Urin – das Pipi – den Körper verlassen. Die Folge ist, dass die Gifte den Körper stark schwächen, was auf lange Sicht lebensbedrohlich ist. Auch Wasser, das getrunken wird, kann die nierenkranke Person nicht mehr richtig abbauen. Es sammelt sich im Körper an. Zunächst in den Beinen, nach einer gewissen Zeit in der Lunge, so dass eine normale Atmung nicht mehr möglich ist und früher oder später das Ersticken droht. Die Lösung bieten entweder eine neue Niere oder die Dialyse. Das Wort Dialyse kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Auflösung“. Das Blut des Kranken läuft dabei durch eine Maschine und wird gereinigt. Außerdem wird dem Körper das Wasser entzogen, das zu viel ist. Die Dialysemaschine übernimmt also die Aufgabe der Nieren eines Menschen, löst die Giftstoffe im Blut auf und verlängert das Leben der Dialyse-Patienten – in Deutschland sind es rund 55.000 – um viele Jahre. (hlr)