Kusel Nebenbei bemerkt...:

Die Region für Touristen attraktiver zu machen, das ist immer gut. Am Montag haben die Verbandsgemeinden Lauterecken-Wolfstein, Meisenheim und Bad Sobernheim (Kreis Bad Kreuznach) ein Konzept für den Kanutourismus auf dem Glan zwischen Lauterecken und Odernheim vorgestellt: Unter anderem ging’s um Punkte wie einheitliche Ein- und Ausstiege und durchgehende Beschilderung. Man will den Gästen schließlich etwas bieten. Da waren sich auch alle einig. Doch die Vertreter der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd zeigten sich eher mäßig kooperativ; antworteten auf Fragen oder Vorschläge stets mit Vorwürfen und Vorbehalten. Ja, es muss geklärt werden, wer die Verantwortung im Falle eines Unglücks übernimmt. Doch da stellt sich auch die Frage, wie das momentan geregelt ist? Ihre Bedenken hätten die SGD-Süd-Vertreter in der Versammlung jedenfalls deutlich geschickter äußern können. So haben sie den Elan der anderen gebremst, und die Diskussion unnötig angeheizt. „Hitze“ ist eine gute Überleitung: Pünktlich zu den Sommerferien (Info für Schüler, Lehrer und gestresste Eltern: die erste Ferienwoche ist schon vorbei) stellt sich bestes Schwimmbadwetter ein. Wohl dem, der frei hat und nicht im Büro, im Geschäft oder gar unter der prallen Sonne garen muss. In der Redaktion frotzeln die Kollegen immer, dass man richtige Sommertage an der Wanne mit kaltem Wasser unter meinem Schreibtisch erkennt. Ohne sie – also die Wanne – wären Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke nicht zu ertragen. Dass der Donnerstagvormittag verregnet war – geschenkt. Sie wissen ja: Die Natur braucht den Regen. Beispielsweise um die vielen kleinen Bächlein im Landkreis Kusel am fließen zu halten. Wo sonst kann sich das diesjährige Sommerlochtier sonst laben? Ach, stimmt. Die Sommerlochtiere in diesem Jahr brauchen weder Luft noch Licht, weder Wasser noch Weiden: Sie sind nämlich virtuell und werden auch bei uns auf dem Land gejagt. Die Pokémon. Zumindest im Kreis Kusel ist uns bislang noch kein Fall bekannt, dass Spieler ernsthaft in Gefahr geraten sind oder für gefährliche Situationen gesorgt hätten. Hoffen wir, dass das weiterhin so bleibt. Andernorts sind die eifrigen Sammler schon über Leichen gestolpert, in Militärübungen geraten oder durch Minenfelder gewandert – kein Witz! Bis ein echtes Sommerlochtier aufkreuzt, halten wir uns eben an die putzigen Pokémon. Oh, da kommt gerade ein Enton angewatschelt!