Kusel Nebenbei bemerkt...:

Die aktuelle Miss Lauterecken kommt aus Worms, die in der laufenden Woche gekürte Miss Waldmohr aus einem Ort zwischen Karlsruhe und Pforzheim. So ähnlich geht das seit Jahren. Dass die Miss aus dem betreffenden Ort oder zumindest aus der Nähe kommt, folglich einen ernsthaften Bezug zu dem Titel hat, den sie trägt, ist eher die Ausnahme. Nicht wenige stellen daher die Frage nach dem Sinn. Klar: Die Hoffnung auf hübsche Mädels kann ein Festzelt schon füllen – und das ist ein legitimes Interesse des Fest-Veranstalters. Allerdings wird’s beliebig, wenn man weiß, dass die Miss-Wahl-Organisation vor jedem Termin in ihr Karteikästchen greift und alle potenziellen (vorher schon mal woanders gescheiterten) Bewerberinnen im Radius von geschätzt 150 Kilometern einlädt, doch nach Lauterecken, Waldmohr oder wohin auch immer zu fahren, um sich dort das Siegerschleifchen abzuholen. Das schreckt nicht nur einheimische Bewerberinnen ab (die ohnedies die Hemmungen vor einem Auftritt vor heimischer Kulisse abstreifen müssen), sondern lässt den Orts-Titel auch zum falschen Etikett werden. Natürlich ist es Sache der Veranstalter, was sie in Waldmohr oder Lauterecken machen. Aber vielleicht fällt ihnen kommendes Jahr etwas Lokaleres ein, als nur zufällige Durchgangsstation für eine potenzielle Miss Rheinland-Pfalz zu sein. Straßenmeisterei und Landesbetrieb Mobilität ziehen sich immer mal wieder den Zorn der Autofahrer zu, weil wegen Bauarbeiten irgendwo gesperrt ist, wo man gerade gerne hin will. Vor allem in den Sommerferien wimmelt es von Bauarbeiten und den daraus folgenden Verkehrsbehinderungen. Aber: In diesem Jahr scheint wirklich alles top zu laufen. Die Arbeiten – so zumindest der Eindruck – werden im, oft sogar vor dem Plan fertig. Wenn am Montag die Schule wieder beginnt, ist fast überall wieder freie Fahrt. Auf reparierten, guten Straßen. Hut ab.