Kusel Nach dem Finale später zum Dienst oder zur Schule?

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Bei Verlängerung und Elfmeterschießen könnte es eine lange Nacht werden, wenn Deutschland im WM-Finale am Sonntagabend gegen Argentinien (Spielbeginn, 21 Uhr) spielt. Während die Fußballer am nächsten Morgen wohl ausschlafen dürfen, müssen die Arbeitnehmer am Montagmorgen raus. Oder etwa nicht? „Eine generelle Regelung gibt es da nicht, das wird individuell gehandhabt“, sagt Rainer Hellwig, Werkleiter bei Cellpack in Lauterecken. Betroffen sei nur die Frühschicht ab sechs Uhr. „Wir haben keine Urlaubsanfragen“, ergänzt der Werkleiter. Sofern es betrieblich möglich war, habe man Schichten getauscht. Die Bundeswehr geht noch einen Schritt weiter: Die Soldaten der Unteroffizier-Krüger-Kaserne haben am Montagmorgen frei, um das Finalspiel dort zu schauen zu können, wo sie möchten. Um acht Uhr beginnt der Unterricht, egal ob am Abend zuvor Deutschland spielt. Ein Problem ist das dennoch nicht. „Das ist mit unseren Schülern so besprochen und hat auch beim Halbfinale gegen Brasilien gut geklappt“, berichtet Elke Wingertszahn, Leiterin der Grundschule in Lauterecken. Am Tag nach dem Brasilienspiel habe kein Kind gefehlt. „Wir wollen den Kindern aber auch die Einstellung vermitteln, dass sie morgens fit sein müssen, wenn sie am Abend zuvor aufbleiben“, ergänzt Wingertszahn. Auch an der Berufsbildenden Schule in Kusel ist verspäteter Unterrichtsbeginn kein Thema: „Es wurde auch gar nicht danach gefragt“, sagt Schulleiterin Ilse Klein-Schmidt. Die Kreisverwaltung Kusel hingegen arbeitet mit dem Modell der Gleitzeit mit „im Prinzip individuell wählbaren Anfangs- und Schlusszeiten“, erklärt Pressesprecher Ralf Rohe. Allerdings müssten die Abteilungen arbeitsfähig sein und die Mitarbeiter am Monatsende die vorgeschriebene Stundenzahl erreichen. (hlr)

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