Kusel
Maximilian Fehrentz aus Kusel der beste Abiturient seines Jahrgangs
So voll beladen mit Preisen und Auszeichnungen marschierte am Freitag sonst niemand aus der Fritz-Wunderlich-Halle: Maximilian Fehrentz aus Kusel hat das Maximum erreicht, seine Abiturnote ist eine stolze 1,0. Wie es nun weitergehen soll, weiß er auch schon: Arbeiten, Rucksacktrip, Studieren.
„Ich starte in Miami und dann schau ich mal, wo die Reise hingeht“, sagt Maximilian Fehrentz mit Blick auf seine bevorstehende dreimonatige Rucksackreise durch die USA. Englisch gehörte neben Mathe und Physik zu seinen Leistungskursen, mit der Sprache seines Ziellandes ist er also bestens vertraut. „Jetzt ist wahrscheinlich der ideale Zeitpunkt für eine solche Reise“, fügt er hinzu. Vor seinem Abenteuertrip möchte Maximilian allerdings noch ein wenig arbeiten und Geld verdienen.
Der jahrgangsbeste Abiturient des Siebenpfeiffer-Gymnasiums Kusel hat in seiner schriftlichen und mündlichen Abiturprüfung insgesamt 844 Punkte erreicht und damit die Note 1,0. Von einer „Traumnote“ sprach der stellvertretende Schulleiter Marco Schneider, als der 18-Jährige am Freitag für seine hervorragenden Leistungen ausgezeichnet wurde. Etliche schüttelten ihm die Hand und sprachen ihm ihre Gratulation aus, darunter auch Landrat Otto Rubly.
Informatik-Studium in München geplant
Es gehörte nicht zu seinen Leistungskursen, aber Maximilian Fehrentz war auch für seine Leistungen in diesem Fach geehrt worden – und nun möchte er es sogar studieren: Informatik. Als Studienort hat er sich die Technische Universität in München ausgesucht. Seine Aktivitäten in Kusel muss er vor seinem Umzug in die bayerische Weltstadt allerdings beenden: Noch immer spielt Maximilian Fehrentz Gitarre in der Band der Musikschule. Mit dem Fußballspielen hat er bereits aufgehört, sportlich ist er dennoch geblieben: „Ich gehe gerne laufen“, erzählt er der RHEINPFALZ. Künftig kann er sich dann Jogging-Strecken am Isarufer oder im Olympiapark zurechtlegen.
Fehrentz hatte sich in seiner Schulzeit im Rahmen von „Schüler helfen Schülern“ engagiert und später auch privat Nachhilfe gegeben. Wegen seiner herausragenden Leistungen ist er von seiner Schule außerdem für ein Auswahlverfahren der Studienstiftung des deutschen Volkes vorgeschlagen worden. Die Studienstiftung ist Deutschlands größte Begabtenförderung: Im Auswahlseminar müssen die Bewerber unter anderem ein Referat halten und in Einzelgesprächen überzeugen. Wenn der 18-Jährige hier überzeugt, winkt ihm ein Stipendium.