Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Lauterecken: Getränkehandlung Schneider steht zum Verkauf

Getränke-Schneider steht zum Verkauf – unter der Voraussetzung, dass der Betrieb fortgeführt wird. Foto: Sayer
Getränke-Schneider steht zum Verkauf – unter der Voraussetzung, dass der Betrieb fortgeführt wird.

Getränke-Schneider in Lauterecken steht zum Verkauf. Als „Top-Renditeobjekt Getränkegroßhandlung“ wird das Gebäude auf der Internetplattform Immobilienscout24 für 315.000 Euro angeboten. Inhaberin Renate Geng bestätigt dies auf Anfrage der RHEINPFALZ zwar, sagt aber, dass sie aufgrund Zeitmangels in der aktuellen Hauptsaison nicht für ein Gespräch zur Verfügung stehe. Der Käufer soll den Betrieb aufrecht erhalten.

In dem historischen Gebäude in der Lautertalstraße ist Getränke Schneider seit 1999 ansässig, so ist der Anzeige zu entnehmen. Allerdings besteht das offiziell unter dem Namen Getränke Rudolf Schneider e. K. firmierende Unternehmen bereits seit 1965. Der Homepage der Firma ist zu entnehmen, dass sie in zweiter Generation geführt wird. Inhaberin ist Renate Geng.

In der Verkaufsanzeige, die von einer Gewerbeimmobilien-Maklerfirma eingestellt wurde, heißt es: „Der Betreiber ist auch Eigentümer des Objekts und möchte aus Altersgründen verkaufen. Bei einem Kauf ist ein Pächter oder auch Geschäftsführer einzusetzen, der dieses erfolgreiche Business fortführt.“ Allerdings: „Fahrzeuge, Kühlwagen, Schankanlagen, Warenbestände et cetera sind nicht im Kaufpreis inkludiert.“ Dieser beziehe sich „ausschließlich auf die Immobilie sowie die dazugehörige Außenfläche“.

Bruttorendite von 17,11 Prozent versprochen

Das Wohn- und Geschäftsgebäude wurde laut Anzeige in den 1940er Jahren gebaut. Es war Bauhof der Stadt Lauterecken, wurde als Raiffeisen-Markt genutzt. Dass zu dem Anwesen ein Gewölbekeller gehört, ist in Lauterecken bekannt – er ist auch auf einigen von 42 ins Netz gestellten Fotos zu sehen. Er habe eine Lagerfläche von knapp 550 Quadratmetern. Büro-, Ladenflächen, große Lager, Gewölbekeller, Rampe werden in der Anzeige genannt. Zur Gesamtfläche von fast 3400 Quadratmetern gehöre auch eine Wohnung im ersten Obergeschoss, die sich im Rohbauzustand befinde.

Durch die „sehr attraktive Gewerbeimmobilie“ wird Anlegern in der Immobilienscout24-Anzeige eine Bruttorendite in Höhe von 17,11 Prozent in Aussicht gestellt. „Heute ist das Handelsunternehmen in der Region marktführend und beliefert im Umkreis von circa 30 Kilometern Hotels, Restaurants, Unternehmen, Vereine sowie Private“, heißt es da. Getränke-Schneider betreibt außerdem einen Abholmarkt in Offenbach-Hundheim.

Als Immobilie für Stadthalle angeschaut

Die neue Stadtbürgermeisterin Isabel Steinhauer-Theis wusste bis zum Anruf der RHEINPFALZ nichts von dem geplanten Verkauf. Sie bestätigte, dass der Stadtrat sich die Immobilie bei seiner Suche nach möglichen Standorten für eine Stadthalle angeschaut habe. Vor etwa zwei Jahren sei das gewesen. „Damals haben wir verschiedene Gebäude angeschaut, die mal in Frage kommen könnten. Aber es ist dann nichts weiter passiert.“ Es sei nicht weiter darüber gesprochen worden, „weder positiv noch negativ“.

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