Kusel Kusel/Lauterecken: Zahl der Wildunfälle gestiegen
Die Anzahl der Wildunfälle hat in den Zuständigkeiten der Polizeiinspektionen Kusel und Lauterecken im vergangenen Jahr neue Höchststände erreicht. Im Verantwortungsgebiet der Polizeiinspektion Lauterecken wurden im Jahr 2017 insgesamt 557 Unfälle mit Wildbeteiligung gezählt – 2016 waren es noch 501 Wildunfälle. Im Bereich der Polizeiinspektion Kusel wurde im vergangenen Jahr der Höchststand von 2016 nochmals deutlich übertroffen: Die Zahl stieg um mehr als zehn Prozent auf 670. Zwei Menschen wurden dabei schwer verletzt, drei weitere leicht. Die gefährlichsten Straßen im Landkreis sind die Strecke Selchenbach- Konken (174 Unfälle), gefolgt von Ohmbach- Krottelbach (149), Brücken- Schönenberg-Kübelberg (130), Blaubach-Oberalben- Ulmet (110) und die B 420 bei Ulmet (88 Unfälle zwischen 2011 und 2016).
Reflektoren sollen helfen Unfälle reduzieren
Die steigende Anzahl an Wildunfällen ist auch immer wieder Thema bei Besprechungen der Polizei – speziell mit der Kreisjägerschaft. Um gegenzuwirken werden die Jäger in den kommenden Monaten zwischen 8000 und 9000 blaue Reflektoren entlang der Straßen im Landkreis aufhängen, die wegen Wildunfällen auffällig geworden sind. Um zu überprüfen, ob die Maßnahme Früchte trägt, will die Kuseler Polizei gemeinsam mit der Kreisjägerschaft längerfristig Daten sammeln, wenn die Strecken mit Reflektoren ausgestattet sind. Eine entsprechende Studie über die Wirksamkeit der Reflektoren gibt es bislang nämlich noch nicht