Kusel Kusel-Altenglan will Zertifikat als Wander-Qualitätsregion

Führt von Burg Lichtenberg bis nach Lauterecken: der Veldenz-Wanderweg.
Führt von Burg Lichtenberg bis nach Lauterecken: der Veldenz-Wanderweg.

Geht es nach dem designierten Bürgermeister Stefan Spitzer – offiziell ins Amt eingeführt wird er am 10. Januar –, dann wird sich die neue Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan als „Qualitätsregion wanderbares Deutschland“ zertifizieren lassen, um sich touristisch besser vermarkten zu können. Ein erster Schritt ist schon getan: Die drei Premium-Wanderwege in der Verbandsgemeinde stehen in der Erstauflage des Bildbands „Wanderbares Deutschland“, der gerade erschienen ist.

Auf mehreren Seiten sind in diesem Buch, das laut Eigenwerbung „erstmals und exklusiv“ alle deutschen Qualitätswanderwege „in einem Bildband zusammenfasst“, die drei hiesigen Premiumwege in Bild und Text vorgestellt: der 60 Kilometer lange Veldenz-Wanderweg mit fünf Tagesetappen von Burg Lichtenberg nach Lauterecken unter dem Titel „Aussichts-reich“; der 43 Kilometer lange Remigius-Wanderweg mit drei Tagesetappen von Kusel nach Wolfstein mit der Überschrift „Bürger, Bischof, Königsland“; und schließlich der zwar nur 26 Kilometer lange, aber wegen der Höhenmeter anspruchsvolle Preußensteig, der Start und Ziel auf Burg Lichtenberg hat und mit dem Slogan „Grenzerfahrungen mit Fernblick“ für sich wirbt.

Aktivitäten bündeln

Diese drei Premium-Wanderwege sind der Dreh- und Angelpunkt dessen, was Spitzer gerne initiieren möchte. Denn eine solche Zertifizierung als Wander-Qualitätsregion „gibt es wohl in ganz Rheinland-Pfalz noch nicht; wir können die Ersten sein, wenn wir uns beeilen“, sagt er. Viele der erforderlichen Kriterien für diese Zertifizierung sieht er bereits erfüllt. Neben den vorhandenen Premium-Wegen sind das beispielsweise die Anbindung an das überregionale Wanderwegenetz sowie ein dichtes Wegenetz innerhalb der Region. Dazu gebe es die notwendige Gastronomie und Hotellerie, ganz unterschiedliche geografische Strukturen und eine Angebotsvielfalt wie unter anderem kulinarische Wanderungen. Allerdings, so räumt er ein, muss auch noch einiges getan werden – ganz oben steht eine eindeutige und einheitliche Beschilderung der Wanderwege innerhalb der Verbandsgemeinde. Um zur Qualitätsregion zu werden, müsse man alle Aktivitäten rund ums Wandern in der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan nochmals bündeln, um sie für eine Zertifizierung einzureichen. „Wenn wir diese Zertifizierung haben, können wir ganz offensiv damit werben“, sagt Spitzer.

Wandertouristen anlocken

Dass all das nicht in einem Jahr zu erledigen ist – „da sind ja sehr viele Vorarbeiten notwendig“ –, dessen ist er sich bewusst. Doch in seinen Augen würde es sich lohnen, um mehr Wandertouristen anzulocken. „Dafür muss man auch mal etwas investieren. Ich glaube schon, dass diese Zertifizierung ein Ziel ist, das sich erreichen lässt.“ Er will darüber mit dem Verbandsgemeinderat reden, sobald dieser sich in der kommenden Woche konstituiert hat. Ohnedies hat er vor, einen neuen Rats-Ausschuss „Wirtschaft und Tourismus“ zu etablieren, bei dem dieses Thema dann genau richtig angesiedelt wäre.

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