Kusel Kaum Umsatz mehr mit Fotovoltaik

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Zarte Frühlingsgefühle in der Wirtschaft: Die Unternehmen im Kreis beurteilen ihre Lage weitgehend optimistisch. Doch der aktuelle RHEINPFALZ-Konjunkturreport zeigt auch: Der Mai ist nicht für alle ein Wonnemonat. Den einen bremst das Regenwetter aus, andere bekommen weiterhin die Folgen der Energiepolitik zu spüren.

„Wir hatten einen überraschend guten Jahresbeginn“, berichtet , Inhaber des gleichnamigen Garten- und Landschaftsbaubetriebs in Rutsweiler/Glan. Februar und März seien sehr mild gewesen. Da habe man viel erledigen können. „Jetzt reißt uns der Mai aber wieder rein.“ Die Eisheiligen und vor allem der viele Regen sorgten für Verzögerungen. Dabei hätte Völkner genug zu tun: Die Zeit nach Ostern sei bei den Gärtnern immer eine Stoßzeit, sagt er. Anlagen bepflanzen, Rasenflächen anlegen, Mutterboden erneuern – es ist „höchste Zeit, dass da was passiert“. Im Moment kann er seine Aufträge wetterbedingt nicht immer termingerecht erfüllen. Seine Kunden müssen sich zwei bis drei Wochen länger gedulden. Von einer guten Auftragslage spricht auch . Die Geschäfte seiner Baumpflegefirma „Der Bäumling“ in Rehweiler liefen „auf jeden Fall besser als im Vorjahr“. Derzeit erledigt er hauptsächlich Baumpflege- und Fällarbeiten. Bald werden die ersten Aufträge zum Heckenschneiden dazukommen, prophezeit er. „Das Wachstum fängt jetzt erst an. Es wird einen Monat dauern, dann stören die ersten Spitzen die Leute.“ Das milde Wetter zu Jahresbeginn sei für ihn nicht immer ideal gewesen: Der Boden sei oft nass und schlammig gewesen, was die Arbeit mit dem Traktor erschwert habe. Andererseits: „Man muss nicht bei Schnee und Eis raus.“ Für Bauunternehmer aus Lauterecken ist das Wetter kein Problem. Sein Geschäft sei zwar witterungsabhängig, in diesem Jahr laufe es aber gut. Man habe bereits Mitte Januar die Arbeit wieder aufnehmen können. Jung sagt: „Die Mitarbeiter machen im Moment vielleicht mal zwei, drei Stunden Pause, weil es regnet“, den Zeitplan werfe das aber nicht durcheinander. Mit der gegenwärtigen Auftragslage ist er zufrieden. „Wir haben Arbeit für die nächsten drei Monate.“ Längerfristig könne man in seiner Branche ohnehin nicht planen – beim Bau gebe es kurzfristige Aufträge, erklärt er. „Das ist nicht so wie in der Industrie, wo die Bücher bis zum Jahresende gefüllt sind.“ Weniger rund läuft es derzeit für die Zimmerei und Dachdeckerei Schmitz in Waldmohr. „Wir haben noch Kapazitäten, sagen wir es mal so“, meint , die den Betrieb mit ihrem Mann 1985 gegründet hat. Das Frühjahr sei gut gewesen. Jetzt sei es für die Jahreszeit aber zu ruhig. Das Geschäft mit den Fotovoltaikanlagen sei sogar „total eingebrochen“. Dass die Firma in dem Bereich kaum noch Aufträge bekommt, führt Schmitz auf die Energiepolitik zurück: Seit die Regierung die Einspeisevergütung „so stark gedrosselt“ habe, rechneten sich die Anlagen einfach nicht mehr. Systemanbieter Minitec in Schönenberg-Kübelberg spürt die Fotovoltaik-Krise ebenfalls. „Die sind tot“, lautet der knappe Kommentar von Geschäftsführer . Dank guter Geschäfte in der Kfz-Zulieferindustrie und im Verpackungsbereich ist er dennoch optimistisch, den positiven Trend halten und vielleicht sogar steigern zu können. Mit Blick auf die nächsten Monate sagt er: „Es geistern jede Menge Projekte durch die Gegend, die angeboten und in Verhandlung sind.“ Die Firma warte noch auf endgültige Zusagen. Gerade große Unternehmen ließen sich lange Zeit bei ihrer Entscheidung. Von der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien profitiert die Trendfirma Sport in Kusel. „Das Geschäft lauft sehr gut“, berichtet Geschäftsführer . „Man merkt, dass WM-Jahr ist. Das sind unsere umsatzstärksten Jahre.“ Die Nachfrage nach Fanartikeln habe bereits zugenommen und werde wohl bis zum WM-Start im Juni weiter anziehen. Der Großteil des Umsatzes wird aber weiterhin durch Komplettausstattungen für Universitäten, Sporthochschulen und Vereine erwirtschaftet. Bei der Trendfirma laufen 90 Prozent des Geschäfts über das Internet. „Ich kann nicht sagen, dass es schlecht läuft.“ , die seit 1987 einen Friseursalon in Offenbach-Hundheim betreibt, ist zufrieden mit ihrer Geschäftslage. Trotzdem: An manchen Tagen könnte der Terminkalender voller sein, befindet sie. Ihr Friseursalon lebt von seinen Stammkunden. „Die habe ich schon ewig“, sagt Grünke lachend. Jetzt, wo es Richtung Sommer geht, sind wieder vermehrt blonde Strähnen und Kupfertöne gefragt. Nachdenklich stimmt sie, dass ihre jungen Kunden vergleichsweise selten vorbeikommen. Die Zeiten, in denen Frauen alle ein bis zwei Wochen zum Friseur gingen, seien irgendwann endgültig vorbei.

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